Es war der Aufreger in dieser Republik und schaffte es als Schlagzeile auf Seite Eins der Bildzeitung: Die Kriminalpolizei knöpft sich einen Rentner vor, weil er den Bundeskanzler Friedrich Merz als „Pinocchio“ bezeichnet hatte. Majestätsbeleidigung nach §188 Strafgesetzbuch! Au weia!
Ich erinnere mich: Es war der 30.Dezember 2025, 16:00 Uhr, als ich beinahe einen schweren Unfall verursacht hätte. Aus dem Autoradio hörte ich die Meldung des Bayerischen Rundfunks: „Bundeskanzler Merz fordert mehr Transparenz und Ehrlichkeit“. Schock! Das hätte mir doch beinahe das Lenkrad aus der Hand geschlagen! Merz, ausgerechnet Merz! Der Urheber des größten Wählerbetruges seit Bestehen dieser Republik! Rechts blinken, nach links abbiegen: Das kennen wir, das ist das übliche „Für Dumm Verkaufen“ wie wir es von der CDU kennen. Aber die staatsstreichartige Verfassungsänderung mit einem bereits abgewählten Bundestag, entgegen aller vorherigen Wahlversprechen: Das hat in seiner Monstrosität schon etwas Einmaliges. Pinocchio? Diese Kinderfigur ist eine verharmlosende Untertreibung für den Urheber dieses Bubenstücks!
Ende gut, alles gut für unseren Rentner: Die Staatsanwaltschaft, die gegen den Merz-Kritiker Stellung gebracht wurde, sah keine strafbare Handlung bei dem Mann. Einstellung des Verfahrens!
Pinocchio als Kanzler- bzw. Majestätsbeleidung, hierzulande ein Fall für Polizei und Justiz. Kein Fall für die Strafverfolgung war indessen die Blasphemie in Ratingen. Die Darstellung des leidenden, gekreuzigten Heilands als verhunzter Pinocchio: Diese Gotteslästerung hatte kein Nachspiel. Hier die ganze Geschichte:
Donnerstag, der 12. Februar 2026. Karneval im Ratinger Bürgerhaus mit der lokalen Parteiprominenz. Ich traute meinen Augen nicht: Da baumelte ein Pinocchio-Hampelmann als gekreuzigter Christus auf dem Bauch des obersten SPD-Genossen!

Nun ist eine Mönchskutte als Karnevalsverkleidung zwar ganz praktisch um die Leibesfülle zu verhüllen, aber als Verkleidung für eine feucht-fröhliche Karnevalsfeier durchaus fragwürdig. Wenn dann noch ein großes Holzkreuz, Symbol des Christentums, als zusätzliche Kostümierung missbraucht wird: Da sind die Grenzen des Anstands und des Respektes bereits überschritten. Wenn aber dann noch der Gekreuzigte als Pinocchio-Hampelmann mit einer Zipfelmütze in Form eines aufgerollten Kondoms verunglimpft wird: Das haut dem Fass endgültig den Boden raus.
Der Träger dieser Staffage hat sich das Ensemble offenbar selber zusammengebastelt: Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, wie die Witzfigur üppig mit Paste auf dem Kreuz festgeklebt wurde.
Das Ganze erinnert mich an eine andere Blasphemie. Wochenlang wurde die bildliche Darstellung eines Kruzifix als Masturbationsobjekt im Schaukasten vor dem Rathaus präsentiert. https://afd-ratingen.de/…/Schaukasten2024-4-1086×1536.jpg Hier die ganze Geschichte: https://afd-ratingen.de/schau-schau-der-schaukasten Bekanntermaßen herrscht zwischen den obersten Ratsvertretern von SPD und DIE PARTEI überaus herzliches Einvernehmen. Kein Wunder, dass sich die Geschmäcker so sehr ähneln.
Und die CDU? Wer sich die Bilderstrecke in der RP betrachtet: Deren Vertreter steht lachend neben der wandelnden Blasphemie. https://rp-online.de/…/so-feiert-ratingen-altweiber-in… Kein Wunder, hat sich diese Union doch längst als doppelter Etikettenschwindel entpuppt: Weder christlich noch demokratisch. Wir dürfen uns auf weitere Zumutungen gefasst machen.
