Mein persönliches Wahlkampftagebuch

Liebe Freunde,

hier ein kurzer Rückblick auf meinen persönlichen Wahlkampf als Direktkandidat zum Bundestag:

15. Januar Nominierung zum Listenkandidaten zur Landtagswahl:

24. Juni Nominierung als Direktkandidat für den Bundestag im Wahlkreis 105, Mettman II. Gesicht zeigen! https://alternative-ansichten.com/2017/07/27/first-blog-post/

Vorstellung auf Abgeordnetenwatch:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/bernd-ulrich

31.7: Interview beim WDR
http://kandidatencheck.wdr.de/bundestagswahl/?kandidat=687923&partei=afd&seite=3

Meine Visitenkarte

Mein persönlicher Flyer

8.8. Interview am Marktplatz Ratingen für den Jugendrat

24.8.: Humoristisches aus der Rheinischen Post zu den Wahlplakaten

https://rheinischepostleserbriefe.wordpress.com/2017/08/24/die-humorseite-der-rp-wahlplakate/

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/experten-bewerten-wahlplakate-aid-1.7029245

26.8. Infostand in Heiligenhaus

Gesicht zeigen! Das war das Motto bei unserem Infostand am letzten Samstag in der Ortsmitte von Heiligenhaus. Wie üblich, gab es keinerlei Probleme mit Genehmigung; freundlich wies man uns eine Hausnummer auf der Hauptstraße zu. Damit hatten wir den Platz exklusiv. Unsere Erfahrung aus dem Landtageswahlkampf wurde erneut bestätigt: Heiligenhaus ist deutlich ruhiger als Ratingen: Weniger Laufpublikum als auf den Ratinger Marktplatz. Neben dem Info-Material über das Programm der AfD für die Großen gab es Luftballons für die Kleinen, die fast immer dankbar angenommen wurden.

CDU und FDP waren mit ihren Ständen in Sichtweite und versuchten krampfhaft, uns zu ignorieren. Nur mit einem Herrn hatte ich ein längeres, freundliches Gespräch. Wie ich erst später feststellte, war es der neugebackene Bürgermeister von Heiligenhaus.

Wie üblich, schauten auch Interessierte aus anderer Herren Länder bei uns vorbei. Diesmal aus der Schweiz, Italien, Griechenland und Sri Lanka. Gelegentlich gewinnt man den Eindruck, daß diese Gesprächspartner die politische Lage hierzulande realistischer bewerten als die Einheimischen.

Einen herzlichen Dank an die emsigen Mitstreiter Walter, Marco und Sammy!

31.8. Podiumsdiskussion der Direktkandidaten beim Sozialdienst Katholischer Frauen in Ratingen.

Ich durfte nicht aufs Podium! Es gab auch keinen Pressebericht. HIer meine Beschwerde:
Am 23.08.2017 um 20:18 schrieb Bernd Ulrich
Sehr geehrte Frau Wirtz-Doerr,

ich danke für die postwendende Mitteilung. Ihre Antwort deute ich so, daß an mich als Direktkandidaten der AfD für den Bundestag absichtsvoll erst gar keine Einladung ausgesprochen wurde. – Der Text in Ihrer Einladung: „Die Bundestagskandidat*innen im Wahlkreis Mettmann II stellen ihre Positionen vor“ ist somit irreführend. Richtiger hätte es heißen müssen: „Ausgewählte Bundestagskandidat*innen ….“

Ich bedaure, daß wir, die wir uns in der Programmatik auf christliche Werte berufen, vom Podium ausgeschlossen wurden während hingegen eine Partei, die an Denktraditionen des Marxismus-Leninismus (Religion ist Opium fürs Volk) anknüpft, ihre Vorstellungen vortragen wird.

Einen Gedanken möchte ich zu Ihrem Veranstaltungsthema beitragen: Als Angehöriger der Nachkriegsgeneration mit Geburtsjahr 1950 habe ich in diesem Land noch tatsächliche Vollbeschäftigung erlebt. Bis in die frühen siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts lag nämlich die Zahl der als arbeitslos Gemeldeten in der alten Bundesrepublik deutlich unter einer halben Million. Nicht nur das: Millionen Kriegsversehrte, Spätheimkehrer und durch Flucht und Vertreibung traumatisierte Menschen wurden damals erfolgreich in Lohn und Brot gebracht. In einem durch Krieg zerstörten Land, das erst wieder aus Ruinen aufgebaut werden musste. – Heute wären die Voraussetzungen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit eigentlich ungleich besser. Warum scheitern heute Politik und Institutionen an dieser vergleichsweise einfacheren Aufgabe? – Die Diskutant*innen auf dem Podium Ihrer Veranstaltung vertreten samt und sonders Parteien, die in Bund oder Ländern in den letzten Jahrzehnten regiert haben und noch regieren. Ihre Antworten hätten mich interessiert.

Mit freundlichen Grüßen

2.9. Infostand am Ratinger Marktplatz

Die Stimmung an unserem Info-Stand am Ratinger Marktplatz am Samstag war durchweg freundlich. Es gab viel Zustimmung, manche waren an unserem Info-Material gar nicht interessiert und raunten uns zu: Wir wählen Euch sowieso! Einige fragten nach, wo und wie man Mitglied werden könne und nahmen gleich die Formulare mit. Obendrein stahlen wir mit unserem großen, weithin sichtbaren Pavillon den Altparteien die Show. Vielleicht was das Grund, weshalb der bärtige Altbürgermeister etwas mürrisch an uns vorbeieilte um seiner Merkel-Fantruppe beizustehen.

Am Sonntagvormittag konnte ich unsere personalisierten Wahlkampfplakate im Ostwestfälischen abholen. Noch am selben Tag machten sich Uwe und Detlef an die Arbeit. Wie schon bei der Landtagswahl lautet das Motto „Hängt ihn höher!“ Wir wollen es der Antifa und ihren Hilfstruppen nicht zu leicht machen. Übrigens: Meine Mitteilung an die RP, daß ich eine Belohnung von 500€ für die Ergreifung von Tätern auslobe, die unsere Plakate entwenden oder beschädigen, wurde nicht veröffentlicht.

6.9. Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten bei der Kreishandwerkerschaft Mettmann

7.9. Fragenkatalog der Rheinische Post

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/kandidaten-sprechen-ueber-ihre-motive-aid-1.7059542

und meine Vorstellung:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/bernd-ulrich-kampf-gegen-krisenwirkung-aid-1.7059540

Hier der ursprüngliche Text, den ich dem RP-Redakteur zugeleitet hatte:

Fragen Zur Person:
Alter, Familienstand, Kinder?, Beruf, Hobbys. (Gibt es auf Ihrer Webseite, nur können sich dort Tipp- / oder Datenfehler eingeschlichen haben, daher die redundante Anfrage).

67 Jahre, verheiratet, eine erwachsene Tochter, akademische Ausbildung als Diplommathematiker, berufliche Stationen als Systemanalytiker und IT-Berater, davon langjährig in Führungsfunktion. Hobbys: Geschichte, Naturwissenschaften, Bergwandern, Waldbau, Bloggen , Joggen.

Warum engagieren Sie sich politisch?

Ein orientierungsloses und unverantwortliches Handeln der gegenwärtigen Regierung hat unserem Land bereits schweren Schaden zugefügt. Wir als AfD und meine Person treten an um den eingetretenen Schaden zu begrenzen und unser Deutschland wieder zukunftsfähig zu gestalten. Beispielhafte Stichworte sind der Stopp illegaler Einwanderung, die Beendigung der Konkursverschleppung in der Eurozone und eine Energiepolitik ohne ideologische Scheuklappen.

Warum engagieren Sie sich für die AfD?

Die AfD ist die einzige Partei, welche ernsthaft gewillt ist, die offensichtlichen Probleme auch anzugehen. Engagierte Initiativen von Mitgliedern in anderer Parteien, wie etwa Frank Schäffler innerhalb der FDP in der Eurokrise, konnten gegen die Parteiräson nicht durchdringen und wurden abgebügelt.

Waren Sie zuvor möglicherweise engagiert in anderen Parteien?

Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war ich bei der FDP in Münster engagiert. Ein besonderes Erlebnis war der Straßenwahlkampf mit dem damals noch jugendlichen Jürgen Möllemann.

Gehen wir davon aus, Sie werden in den Bundestag gewählt und der Bundestagspräsident gibt Ihnen eine Redezeit von fünf Minuten zu einem Thema Ihrer Wahl – welches wäre das?

Steuern und Abgaben: In unserem angeblich so reichen Land müssen die Bürger die inzwischen zweithöchste Abgabenlast in der EU schultern. Bezüglich des Wohneigentums und privater Ersparnisse sind wir hingegen Schlusslicht in Europa; über die Hälfte der Bevölkerung wohnt zu Miete. Mit Streichung der Instrumente zur Vermögensbildung durch Vorgängerregierungen ist diese für breite Bevölkerungsschichten unmöglich geworden. Hier ist ein Umdenken und Umsteuern notwendig.

Wie erleben Sie den derzeitigen Wahlkampf?

Mich erstaunt, daß die CDU es sich traut, mit den Schlagworten „Recht“ und „Sicherheit“ Wahlkampf zu machen. Also genau mit den Themen, in denen die gegenwärtige Regierungspolitik kläglich versagt hat. So etwas empfinde ich als eigentümliche Verfremdung. Ähnlich bei der FDP: Dort möchte man das organisierte Verbrechen bekämpfen. Dabei war es eben diese Partei, welche Datenspeicherungen zur Aufklärung von Schwerkriminalität behindert und verhindert hat. Schwarz/Rot schont sich gegenseitig, schließlich hat man ja die Misere gemeinsam verbockt. Martin Schulz gräbt uralte SPD-Themen aus und reitet damit einen toten Gaul: Sozialneid unter den Deckmantel „Gerechtigkeit“ und auch die Atomwaffen der Nato müssen mal wieder herhalten. – Allen Alt-Parteien gemeinsam ist die Diffamierung und Ausgrenzung der AfD . Hier spielen auch die Medien eine unrühmliche Rolle. Man stempelt uns ab als die Schmuddelkinder, mit denen man nichts zu tun haben möchte. Bedauerlich ist zudem, daß wir derzeit praktisch keine Räumlichkeiten zur Durchführung von Wahlkampfveranstaltungen bekommen. Unter vier Augen gaben manche Gastwirte zu, vom politischen Gegner eingeschüchtert worden zu sein. Andere fürchten Vandalismus durch die Antifa.

Welches waren bisher Ihre größten politischen Erfolge?

Da ich bisher politisch nicht in Erscheinung getreten bin, gab es somit weder Erfolge noch Misserfolge.

Welche Ziele verbinden Sie mit Ihrer Kandidatur für den Bundestag?

Mein Ziel ist es, für die AfD ein gutes Ergebnis zu erzielen. Mit meiner Kandidatur in diesem Wahlkreis zeige ich Gesicht und biete mich als Gesprächspartner an. Nicht diffamieren, sondern diskutieren. Den politischen Gegner dazu zwingen, sich mit der Programmatik unserer Partei auseinanderzusetzen.

Ich lese ihre Facebookseite, bzw. die weiteren im Internet verfügbaren Angaben zu Ihrer politischen Motivation so, als seien sie der AfD sehr früh und im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Ausgestaltung des Euro und wirtschaftlichen Haftung für Staatsschulden anderer Länder beigetreten. Würden Sie sich als „dem Wirtschaftsflügel der AfD“ zugehörig bezeichnen – oder sind solche Einordnungen nicht möglich?

Ich stehe dazu: Das offenkundig falsche und vielfach kritisierte Agieren der Regierung in der Euro-Krise war die Geburtsurkunde der AfD und der Anlass meines Engagements. Das eklatante Versagen der Altparteien in der Zuwanderungskrise ab 2015 hingegen wird zu langfristigen gesellschaftlichen Verwerfungen führen, die deutlich gefährlicher sind als die Staatsschuldenkrise. Auch der europäische Gedanke nimmt schweren Schaden, denn viele Länder der EU werden eine von Brüssel oktroyierte Zuwanderung muslimischer Bevölkerung nicht hinnehmen. – Eine Zuordnung in irgendwelche Parteiflügel lehne ich für meine Person ab. Wir brauchen keine zusätzliche Linkspartei in den deutschen Parlamenten.

Was müsste – Ihrer Meinung – nach im Wahlkampf im Kreis Mettmann geändert werden, bzw. in den Wochen bis zur Wahl noch erreicht werden?

In Kürze werden unsere Plakate in der Öffentlichkeit zu sehen sein. Es wird keine Materialschlacht werden wie bei anderen Parteien, statt dessen setzen wir auf die Wirkung der Motive und der Botschaft. Wir werden eine Belohnung von 500€ aussetzen für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung von Tätern führen, welche unsere Plakate beschädigen, verunstalten oder entwenden. Wir hoffen darauf, doch noch eine öffentliche Wahlkampfveranstaltung ohne Behinderungen hier im Wahlkreis durchführen zu können. Mit unseren Informationsständen und Dialogangeboten wollen wir mit einer Vielzahl von Bürgern ins Gespräch kommen.

7.9. Podiumsdiskussion mit den Kandidaten im Südkreis im Jahnhaus, Langenfeld

Aus der Einladung:
Wann: Donnerstag, 7. September
Uhrzeit: 18 bis 19.30 Uhr
Wo: Jahnhaus, Jahnstaße 9, Langenfeld

Der Ablauf sieht vor, dass wir den Abend in zwei Blöcke teilen:
Im ersten Teil werden die Fragen von unserem Content Chef, Herrn Martin Vogler, gestellt. Im zweiten Teil dürfen sich dann die Besucher an der Diskussion beteiligen und ihre Fragen stellen.

Für den ersten Teil hat die Redaktion Fragen zu folgenden Themenbereichen vorbereitet:

Politikverdrossenheit / Arbeitsmarkt/Sozialpolitik Alterssicherung Flüchtlingssituation Verkehr (Baustellen / Maut) Abgas-Skandal Steuerpolitik

http://www.wochenpost.de/kreis-mettmann/artikel/reicht-eine-rentenkasse-fuer-alle-buerger-oder-nicht-5518/

7.9. Podiumsdiskussion mit den Kandidaten im Nordkreis in Heiligenhaus
Erstaunlich neutral berichtetet die WAZ in Velbert (!) über die Podiumsdiskussion der Bundestagskandidaten in Heilgenhaus. Die RP brachte keine Reportage dazu im Ratinger/Heiligenhauser Regionalteil, obgleich sie diese Veranstaltung vorher angekündigt hatte. Vermutlich war das Ergebnis nicht das, was man sich erhofft hatte. Denn der Moderator hatte auf ziemlich plumpe Weise versucht, mich in die rechte Ecke zu drängen. Hat aber nicht geklappt. Wie in einer echten Talkshow brabbelten plötzlich alle mit gespielter Empörung durcheinander. Nicht der Moderator, sondern der Vorsitzende des Bürgervereins glättete mit einem Themenwechsel die Wogen. Erstaunlich: Die Dame von der FDP wusste mit dem Thema „Digitalisierung“ nichts anzufangen, obwohl dies das plakatierte Hauptthema der Partei ist. Außer schnellem Internet fiel ihr nichts ein. Peinlich. Hier die Reportage der WAZ:

https://www.waz.de/staedte/velbert/kandidaten-zum-bundestag-diskutieren-in-heiligenhaus-id211860223.html

Bei dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Herrn Franz-Josef Artz, habe ich mich wie folgt bedankt:.

Sehr geehrter Herr Artz,

zunächst möchte ich mich dafür bedanken, daß Sie mir die Teilnahme so kurzfristig ermöglicht haben. Es tut mir leid, daß dann die Veranstaltung in der letzten Viertelstunde doch noch aus den Fugen geraten ist. Mein Dank an Sie, daß Sie das mit Ihrer letzten Frage nach Bildungskonzepten, gerichtet an jeden einzelnen Kandidaten, wieder eingefangen haben.

Beim Heimweg habe ich noch einmal über die spezifische Leistung des Moderators nachgedacht. Ich hatte ja einen Vergleich, denn ich kam von einer ähnlichen Veranstaltung im Südkreis. Was mich verwunderte: Der Herr Schulte fragte mich in der Runde zunächst nur nach der Anzahl der Mitglieder in unserer Organisation. Kein Geheimnis, denn das stand bereits vor Wochen in der RP, das hätte er nachlesen können. Erstaunlicherweise schien ihn mehr aber auch nicht zu interessieren; dabei wurden die anderen Kandidaten zuvor jeweils nach ihren Hauptthemen befragt. Einer der wenigen interessanten Lichtblicke war seine Rückfrage an FDP-Kandidatin, was unter Digitalisierung denn konkret zu verstehen sei. Daß dann der so Angesprochenen nichts weiter einfiel als Glasfaserkabel und Übertragungsgeschwindigkeit: Das war schon aufschlussreich. Sie hätte ja auch auf den ebenfalls von der FDP plakatierten Slogan eingehen können: „Die Polizei muß besser organisiert sein als das Verbrechen.“ Aber dann wären wir beim Thema Innere Sicherheit gelandet, und das wurde ausgespart. Auch Komplexe wie Zuwanderung, Integration bzw. Nichtintegration, Eurokrise oder Negativzinsen kamen nicht zur Sprache.

Im Einzelgespräch nach Ende der Veranstaltung mit einzelnen Zuhörern bin ich indessen zuversichtlich, daß diese sich aus Inhalt und Ablauf der Veranstaltung ihr eigenes Bild machen konnten.

Ich habe von Herrn Schulte keine Mail-Adresse, sonst hätte ich ihm mein kurzes Feedback selbst mitgeteilt. Sie können das aber gerne weiterleiten.

10.9. RP: Fünf Fragen an die Kandidaten:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/fuenf-fragen-an-die-kandidaten-im-wahlkreis-105-mettmann-ii-aid-1.7073397

11.9. Interview WAZ
Ein erstaunlich objektiver Artikel:

Nein, fremdenfeindlich ist er nicht. Das betont Bernd Ulrich ausdrücklich. Mehrfach. Der 67-Jährige geht für die Alternative für Deutschland (AfD) ins Rennen um ein Bundestagsmandat. „Ich freue mich über jeden, der gut integriert ist.“ Aber es gebe auch Probleme, vor allem mit Parallelgesellschaften. „Es gibt schlechte Beispiele“, erzählt der gebürtige Bamberger, der seit gut 30 Jahren in Ratingen lebt. „Frankreich – mit seinem hehren Motto aus Revolutionszeiten ,Liberté, Egalité, Fraternité – hat es nicht geschafft, mit seinen Ghettos umzugehen.“ Großbritannien oder Belgien hätten es ebenfalls nicht geschafft. „Und auch auf uns kommt da einiges zu.“ Aber, schränkt Ulrich ein, „es gibt da kein Patentrezept. Die Probleme kann man nur durch vernünftige Politik eindämmen.“

Dazu zähle er unter anderem die Bildungspolitik. „Hannelore Kraft hat gesagt ,wir lassen kein Kind zurück’. Im gleichen Zug bedeutet das, dass der Langsamste das Tempo bestimmt.“ Damit wäre niemandem geholfen – weder dem starken noch dem schwachen Schüler. „Ich bin dafür, dass jedes Kind nach seinen besten Fähigkeiten gefördert wird, dass es seine Anlagen voll entwickeln kann. Die Schule soll Neugier wecken – aber auch zu Fleiß und Selbstdisziplin anregen.“

Er vergleiche Schule gerne mit einem Langstreckenlauf: „Es gibt einen Punkt, da muss man drüber weg. Dann setzt das Adrenalin ein und es gibt einen Schub.“ Diese Zielstrebigkeit würde er bei Schülern heutzutage oft vermissen. Doch auch der bauliche Zustand der Schulen müsse verbessert werden. „Es kann doch nicht sein, dass in einem reichen Land wie Deutschland die Eltern sich darum kümmern müssen, dass ein Klassenzimmer renoviert wird – wie es bei unserer Tochter der Fall war“, nennt er ein Beispiel.

Weitere Themen, die Bernd Ulrich beschäftigen, sind zum Beispiel die Infrastruktur, Kriminalität und das Erscheinungsbild öffentlicher Flächen. „Was den Berufstätigen zugemutet wird, ist enorm“, ärgert er sich über Staus, ausfallende Züge und verspätete Busse. „Was da an Lebenszeit und Arbeitszeit vergeudet wird.“ Hier müsse zügig gehandelt werden. Der Zustand öffentlicher Anlagen – etwa von Bahnhöfen oder Autobahn-Toiletten sei ebenfalls schlimm. „Auf Autobahnen kommen ja auch Touristen vorbei – da schäme ich mich oft, wie es da aussieht.“

Und dann wäre da noch das Thema Kriminalität – vor allem die zunehmende Zahl von Einbrüchen bereitet Bernd Ulrich Sorge. Geringe Aufklärungsqoute, geringe Strafen, überlastete Justiz: „Ich sehe hier ein Versagen des Rechtsstaates.“

13.9. Politbattle des Jugendrates Ratingen in der Dumeklemmerhalle
Blöde Kommentierung in der RP und WZ:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/schueler-fuehlen-politikern-auf-den-zahn-aid-1.7079927
http://www.wz.de/lokales/kreis-mettmann/ratingen/politiker-stellen-sich-schuelerfragen-1.2514593

Hier das Video:

Meine Sequenzen bei 1:50, 1:43, 1:38, 1:30, 1:24, 1:07, -:30, -:14, -:8

19.9. AfD-Veranstaltung Hahn

21.9. Podiumsdiskusion mit den Direktkandidaten „Pulse of Europe“

Hierzu gab es keinen Pressebericht.

23.9.: Letzter Info-Stand am Ratinger Marktplatz

Ein selten dümmlicher Kommentar der Ratinger Lokalredaktion der Rheinischen Post zum Wahlergebnis veranlasste mich zu diesem Leserbrief: https://rheinischepostleserbriefe.wordpress.com/2017/10/03/ausserste-blasse/

Diese Anzeige erschien im Ratinger Wochenblatt:

Mein Fazit: nein, ich bereue nichts.  Ja, ich würde es wieder tun. Manchmal war es anstrengend, aber es hat Spaß gemacht. Und mit der Politprominenz der Altparteien nehme ich es jederzeit wieder auf.

Herzlichen Dank an alle Freunde, Unterstützer, Helfer und Wähler!

Euer  Bernd

Frechheit siegt!

Liebe Freunde,

 Frechheit siegt! Das müssen sich die Macher dieses CDU-Wahlplakates gedacht haben. Hier das Motiv: 

Realsatire: CDU-Wahlplakat

An Dreistigkeit ist das Machwerk kaum noch zu überbieten.  Tatsächlich sind es doch die derzeit amtierenden Politiker, die unserer Polizei ständig in den Rücken gefallen sind.  Wer hat unsere Ordnungshüter  ihrer Kompetenzen beraubt, finanziell ausgeblutet, in der Ermittlungsarbeit behindert, Maulkörbe verpasst? Richtig: Eine unheilige Allianz der Regierungsparteien von Schwarz-Rot-Grün. Auf Landes- sowie auf Bundesebene.

 Es war ausgerechnet die griechischstämmige Polizisten Tanja Kambouri, die sich, von der Politik allein gelassen,  in einem verzweifelten Hilferuf an die Öffentlichkeit gewandt hat.  „Deutschland im Blaulicht“, so der Titel ihres Buches. Untertitel: „Notruf einer Polizistin“.  

Wikipedia zitiert die Tanja Kambouri wie folgt:

 Äußerungen ihrer deutschen Freunde und Kollegen, sie fühlten sich in ihrem eigenen Land nicht mehr wohl, könne sie nachvollziehen. Sie selbst fühle sich als Migrantin wegen der Überzahl ausländischer Straftäter in vielen Stadtteilen auch nicht mehr wohl. Nur wegen ihres eigenen Migrationshintergrundes könne sie diese Dinge überhaupt öffentlich aussprechen. Die deutschen Kollegen scheuten sich, ihre Meinung zu äußern, „da sofort die alte Leier mit den Nazis anfängt.“ Die Deutschen hätten sich bei solchen Fragen einen „Maulkorb“ auferlegt und ließen kriminellen Migranten alle Freiheiten. Erschütternd sei, dass mittlerweile auch Vorgesetzte rieten, Anzeigen wegen Beleidigung, Widerstand oder Körperverletzung gegen Täter ausländischer Herkunft zu unterlassen, weil das nur Ärger bringe. Es dürfe nicht sein, dass Polizisten fürchten müssten, bei jeder rechtmäßigen Maßnahme gegen straffällige Migranten sanktioniert zu werden. Auch dürfe nicht sein, dass Menschen, die das Grundgesetz nicht achteten und eine Parallelgesellschaft bildeten, in Deutschland tun und lassen könnten, was sie wollten. Dem könne man nur noch mit Geldstrafen, Kürzung oder Streichung sämtlicher Hilfen durch den Staat oder Gefängnis Einhalt gebieten, eine „sanfte Linie“ bringe ihrer Erfahrung nach nichts

 Rainer Wendt, seines Zeichens oberster Interessenvertreter der Polizei, bringt die Versäumnisse der Politik noch drastischer Auf den Punkt. Aus dem Umschlag seines neuen Buches

 Deutschland steckt in einer Krise: Kriminelle Banden verbreiten in ihren Stadtteilen Angst und Schrecken. Links- und Rechtsradikale schaukeln sich in ihrer Gewaltbereitschaft gegenseitig hoch und Tausende Salafisten leben mittlerweile unter uns. – Unser Land ist längst nicht mehr sicher. – Um diese Gefahren abwenden zu können, benötigt das Land vor allen einen starken Staat. Einer, der Regeln durchsetzt. Doch immer öfter müssen wir beobachten wie der Rechtsstaat versagt.

 Rainer Wendt legt mit seinem Buch den Finger in zahlreiche Wunden. Er beschreibt Versäumnisse, die dazu führten, dass Täter heutzutage häufig besseren Schutz genießen als die Opfer. Er erklärt, warum der Staat sich bei der Bekämpfung von Verkehrssündern stark macht, aber im Kampf gegen Vergewaltiger, Totschläger oder andere Schwerkriminelle schwach bleibt. Außerdem nimmt er die Politik ins Visier, die nie vorausschauend handelt, sondern immer erst dann einschreitet, wenn die Probleme unübersehbar geworden sind. (zitiert nach dem Herausgeber)

 Und die Justiz? Ausgerechnet der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Jens Gnisa, spricht in Deutschland bereits vom Ende der Gerechtigkeit. Auch er hat ein aufrüttelndes Werk  geschrieben, um einer lethargischen Öffentlichkeit endlich die Augen zu öffnen:

Aus dem Text:

 Mehr und mehr verliert die Bevölkerung ihr Vertrauen in den Rechtsstaat… Nicht nur Hilflosigkeit, sondern auch Unverständnis, gar Ablehnung prägt den Umgang unserer Politiker mit dem Recht. Wenn es sein muss, biegen sie sich dieses so zurecht, wie sie es gerade gebrauchen können. … Für mich besteht kein Zweifel, daß ein zentraler Eckpfeiler unserer Gesellschaftsordnung in Gefahr ist, der Rechtsstaat. …Die Zuwanderung ist ein wesentlicher Faktor der Zunahme von Kriminalität in Deutschland.

 Halten wir fest: Eine Streifenpolizistin, stellvertretend für viele,  sowie die obersten Interessenvertreter von Polizei und Richterschaft bringen es auf den Punkt: In Deutschland liegt inzwischen verdammt viel im Argen.  Und nun sollen wir ausgerechnet den Politikern, die genau  diesen Schlamassel angerichtet haben, weiter unser Vertrauen schenken?

 Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

 In diesem Sinne, Euer

 Bernd

 

Interview

Herr Ulrich, sind Sie ein Rechtspopulist?

Natürlich. Ich möchte, daß die Durchsetzung von Recht und Ordnung in diesem Land wieder populär wird. Bei allem, was recht ist

Und was ist mit der Fremdenfeindlichkeit der AfD?

Völliger Blödsinn. Niemand hat etwas gegen die koreanische Krankenschwester, den japanischen Geschäftsmann, dem türkischen Gemüsehändler oder den chinesischen Touristen, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich persönlich freue mich über jeden gut integrierten Neubürger, der zum Wohlergehen dieses Landes seinen Beitrag leistet.– Es gibt indessen erhebliche Vorbehalte gegen Ehrenmorde, Zwangsheiraten, illegale Zuwanderung und importierte Kriminalität.

Ihre Lieblingsschriftsteller?

Kein spezieller. Mit großen Gewinn habe ich etwa die Werke von Asfa-Wossen Asserate oder Shlomo Sand gelesen.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ich schreibe mir gerne das von der Seele, was mich bewegt. Deshalb meine Blogbeiträge, etwa die Betrachtung über die bayrischen Marterln oder den Spaßmarathon im Medoc.

Was ärgert Sie?

Zum einen die Denkfaulheit mancher Zeitgenossen, die Probleme nicht verstandesmäßig angehen sondern der Bequemlichkeit halber vorgekaute Meinungen kritiklos als eigene Überzeugung übernehmen. Zum andern jene Gurus, die ebendiese menschliche zum eigenen Vorteil instrumentalisieren. Die aktuellen Beispiele sind leider so zahlreich wie Sand am Meer

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Nach der Überwindung der totalitären Gesellschaftsentwürfe wie Faschismus und Kommunismus im letzten Jahrhundert ist die kollektive Verblödung die größte Gefahr und Herausforderung für die Menschheit als Ganzes als für das Individuum. Eine Aufgabe nicht nur uns, sondern auch noch für kommende Generationen. Leider sieht es da gar nicht gut aus.  Ich wünschte mir, ich hätte mehr Grund zu Optimismus.

Was möchten Sie noch erleben?

Die Befreiung von Denkverboten. Die definitive Klärung der Frage, ob es tatsächlich eine anthropogenen Erderwärmung, verursacht durch Kohlendioxid, gibt. Die Aufdeckung der Mechanismen der Evolution in der belebten Natur, denn Darwin allein kann die Vielfalt und Differenzierung der Arten nicht erklären. Und natürlich die AfD als Regierungspartei.     

Die Fragen stellte Alter Ego

CDU-Plakate: Realsatire vom Feinsten!

Liebe Freunde,

da wird der Hund in der Pfanne verrückt! Mich laust der Affe! Ich glaubte, mich trifft der Schlag, als ich gestern erstmals das CDU Plakat sah: Für Sicherheit und Ordnung! Haben die doch tatsächlich aus meinen Slogan geklaut: Sicherheit. Recht. Ordnung. Meine Plakate hatte ich schon vor Tagen in Auftrag gegeben, ich warte jeden Moment auf die Lieferung. Und nun das Plagiat von den Schwarzen!

Sicherheit und Ordnung! Ausgerechnet von der CDU. Das ist so, als wie wenn Brandstifter nach der Feuerwehr rufen. Verdammt dreist. Schlimmer noch: Feuerteufel, die sich als Löschmannschaft  anbiedern wollen. Oder der Ladendieb, der sich als Kaufhausdetektiv bewirbt. Eine Unverschämtheit im wahrsten Sinne des Wortes!

Wer hat denn die Sicherheit unserer Bevölkerung für eine kopflose, überstürzte,  ungesteuerte Massenimmigration  geopfert? Wo blieben  Sicherheit und Ordnung in Hamburg beim G20, in Berlin am Breitscheidplatz, in Köln auf der Domplatte? Ordnung? Hunderttausende wurden einfach so blindlings ins Land gelassen, ohne jegliche Kontrolle. Sicherheit? Deutschland ist seit langem  ein Eldorado für ein- und durchreisende Kriminelle. Nur bei einem von hundert Wohnungseinbrüchen kommt es zur Verurteilung von Tätern! Ertappte Taschendiebe werden umgehend wieder freigelassen! Ordnung? Man schaue sich doch das Chaos beim Bamf (Bundesamt für Migration an)! Da wird  ein hellhäutiger Bundeswehrsoldat ohne jegliche Arabischkenntnisse problemlos als  Flüchtling anerkannt, andere Neuankömmlinge spazieren munter unter verschiedenen Identitäten durch das Land, kassieren mehrfach und treiben ungestört ihr Unwesen.

Es fehlte nicht an warnenden Stimmen. Etwa vom Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt: Sein Buch „Deutschland in Gefahr“ wurde zum Bestseller. Die griechischstämmige Polizistin Tanja Kambouri veröffentliche den Weckruf „Deutschland im Blaulicht“.  Beides ein verzweifelter Hilfeschrei einer restlos überlasteten Polizei; im Stich gelassen von der hohen Politik.

Wiederherstellung von Sicherheit, Recht und Ordnung. Das ist meine Devise. Damit es in Deutschland wieder mit rechten Dingen zugeht. Dafür brauchen wir die blaue Alternative zu den dreist lügenden Schwarzen. Denn die spekulieren frech aufs Neue auf das kurze Gedächtnis der Wähler. Sorgen wir am 24.September dafür, daß diese Spekulation nicht aufgeht! Bei allem, was recht ist!

Herzliche Grüße, Ihr

Bernd Ulrich

Düsseldorf, 13. August 2017

Liebe Freunde,

    der gestrige Wahlkampfauftakt der AfD in Düsseldorf war sicher ein Highlight. Trotz der Ankündigung massiver Proteste war der Henkel-Saal bis auf den letzten Platz (vierhundert Zuhörer) gefüllt. Kein Highlight war hingegen die Berichterstattung der RP. Wie schon gewohnt, war deren Niveau so flach wie das Düsseldorfer Altstadtpflaster, doch davon später.

13. August. Düsseldorf, nicht Berlin

Der 13. August ist ein historisches Datum. Tag des Mauerbaus vor 56 Jahren. Wir erinnern uns: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Originalton Walter Ulbricht im Frühjahr 1961.  Heute wissen wir: Gebrochene Politikerversprechen waren nicht auf den Ostblock beschränkt sondern sind in diesen Zeiten regelmäßig an der Tagesordnung.  Ein Ärgernis damals wie heute.

 Die Besetzung am Rednerpult des Henkelsaales war hochkarätig: Kai Gottschalk, Joana Cotar, Dr. Michael Espendiller und natürlich der Stargast des Abends: Dr. Alice Weidel. Martin Schiller moderierte den Abend unterhaltsam, flüssig und humorvoll. Joana Cotar, die selbst als Kind mit ihrer Familie vor dem Regime des Nicolae Ceausescu aus Rumänien geflohen war, referierte anschaulich, was man von Gästen und Neubürgern unseres Landes vernünftigerweise verlangen sollte. Michael Espendiller, frisch promovierter Mathematiker, legte dar, daß die Falschauszählungen zu Lasten der   AfD im letzten Wahlkampf kein Ergebnis eines Zufalls sein konnten. Eine wissenschaftlich abgesicherte Begründung für den AfD-Protest gegen die Auszählung. Kai Gottschalk war in bester kämpferischer Wahlkampflaune. Volksabstimmungen a la Schweiz auch in Deutschland, das wäre schön, zu schön.  Zum Schluss seines Vortrages ein eher trockenes Thema, das uns aber alle berührt: Rente. Anschaulich legte Kai mit einem Blick über die Grenzen dar, wie  konstruktiven Vorstellungen dazu aussehen: Bemessungsgrenzen nach Schweizer Modell und Fonds nach dem Beispiel Norwegens.

 Frau Dr. Weidel hatte sich mit dem Euro-Schlamassel  ebenfalls ein eher trockenes, aber nicht minder wichtiges Thema ausgewählt. Überzeugend legte sie dar, daß ein Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone nicht das angstmachende Horrorszenario zur Folge hat, mit dem uns unsere Regierungspolitiker einschüchtern.   Und wie wir über dem Umweg „Targetsalden“  unseren eigenen Export selber bezahlen. Vergleichbar mit dem Verkäufer, der den Kunden das Geld für den Einkauf zuvor bar auf die Hand gibt und sich anschließend über gute Umsätze freut.

 Warum schreibe ich das? Weil unsere lokalen Haus- und Hofpostillen wie die RP darüber nicht berichten. Statt dessen wird die „Friedlichkeit“ der Schreier und Gröler von der anderen Seite der Straße herausgestellt. Nun ja, offenbar kam es wenigstens nicht zu körperlichen Übergriffen gegen die AfD. Das allein ist der RP schon ein dickes Lob wert:       http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-friedliche-demo-gegen-afd-wahlkampfauftakt-im-henkel-saal-aid-1.7010653
 Und es freut die RP, daß der  „Start ohne Altbier“ erfolgt sei:Naja,   wenn die keine anderen Sorgen haben. Wir brauchen keinen Alkohol, um uns in Wahlkampfstimmung zu bringen. Sollen sich doch die anderen die gegenwärtige politische Lage schöntrinken, wir nicht.
Kleine Anekdote am Rande: Der Cellist, der uns das Warten vor den Eingangstüren mit einfühlsamen Weisen verkürzte, bedankte sich artig für das gesammelte Kleingeld. AfD-Parteigänger haben eben ein Herz für Straßenmusikanten.

Herzliche Grüße

Bernd

Aggressionen loswerden: Dosenwerfen auf AfD-Gesichter

Liebe Freunde,

    kein Niveau ist so tief, als daß es nicht noch tiefer sinken könnte. Von unserer selbsternannten „Qualitätspresse“ sind wir ja einiges gewohnt, aber das hier ist unterirdisch. Da schreibt die „Westdeutsche Zeitung“  am 5. August in einer lobhudelnden  Reportage über „Musikalische Demo gegen Rassismus“ tatsächlich im Schlusssatz: Hier können sich Festivalbesucher über die teilnehmenden Gruppierungen informieren oder beim Dosenwerfen mit aufgeklebten Portraits bekannter AfD-Politiker Aggressionen loswerden. http://www.wz.de/lokales/duesseldorf/musikalische-demo-gegen-rassismus-1.2490321 

Dabei hatten wir doch gehofft, daß die Linken ihre aufgestaute Wut  schon einige Tage zuvor abgebaut hätten. Nämlich beim Steine- und Brandsatzwerfen auf Polizisten, plündern und brandschatzen  beim G20 in Hamburg. Aber offenbar haben sich schon wieder neue Aggressionen beim einschlägigen Klientel aufgebaut.  Und jetzt müßen eben die  Gesichter von  AfD-Politikern herhalten. Dem Reporter hat es offenbar gefallen. „Das Prinzip ist unterstützenswert“, so steht es im Text.  

Der Freund, der mir den WZ-Artikel weitergeleitet hat, schrieb mir dazu:

 Habe  der WZ  zu  dieser Unverschämtheit unter anderem Folgendes per Mail zukommen lassen:

 „… deutlich Ihre Sympathie zur linken Szene. Von der Gehässigkeit, auf Dosen mit aufgeklebten Portraits von AfD-Politikern werfen zu lassen,  distanziert sich die WZ nicht etwa, sondern applaudiert unverhohlen: Das diene den Aggressionsabbau! Schier unglaublich!“

 Meine Kündigung  der WZ blieb unbeantwortet. Brief angeblich nicht angekommen. Erneut per Einschreiben mit Rückschein versucht. Wieder keine Bestätigung bisher, sondern werde weiterbeliefert, obwohl ich inzwischen die RP habe.

 Meine Meinung:  Statt „Rock-gegen-Rechts“ besser ein „Ruck-gegen-Links“!  Am 24. September!

 Herzliche Grüße

   Bernd

 

7. Juni 2017: Thilo Sarrazin in Ratingen-Hösel

Liebe Freunde,

 die gute Nachricht: Ratingen ist nicht Düsseldorf. Ratingen kann es besser. In der Landeshauptstadt musste bei einer Bücherlesung mit  Thilo Sarrazin eine ganze Polizeihundertschaft aufgeboten werden, um ein kleines Restaurant und seine Besucher  gegen einen kreischenden, pöbelnden Mob zu schützen. Trotzdem gingen dort  Scheiben zu Bruch, Fassaden wurden beschmiert; Gastgeber und Gäste wurden übel beschimpft und bedroht.    Ganz anders hingegen zwei Wochen später beim gleichen Auftritt des Erfolgsautors  in Ratingen-Hösel:  Kein einziger Demonstrant ließ sich blicken; keine Trillerpfeife von „Mettmann gegen rechts“ war zu hören.  Völlig unbehelligt erreichten die Besucher die Pforte zum Haus Oberschlesien, dem Veranstaltungsort. Und so friedlich blieb es dort den ganzen Abend. Wären da nicht zwei Damen bei Rot über die nahegelegene Fußgängerampel gelaufen: Die Handvoll Polizisten, die vorsorglich zum Schutz der Autorenlesung eingesetzt waren, hätten sich den ganzen lieben Abend gelangweilt.

 Beim Empfang der Gäste im Foyer ging es dann locker und gesellig zu: Der Riesling-Sekt wurde von der Vinothek „Feinstil“ in Düsseldorf beigesteuert. Eben jenen Restaurant, an dem zuvor  linke Chaoten ihre Wut ausgelassen hatten. Das Sandwich-Buffet hingegen wurde vom ortsansässigen DROSTE Lifestyle Catering angeliefert und fand regen Zuspruch. Nur eine Person hielt sich zurück: Der Reporter der Rheinischen Post. Doch davon später mehr. – Neben kulinarischen wurde auch geistige Nahrung geboten: Am Büchertisch, der durch die örtliche Buchhandlung gut bestückt war, lagen sämtliche Werke von Thilo Sarrazin aus.

 Gegen 19:00 Uhr traf die Hauptperson des Abends ein: Dr. Thilo Sarrazin. Ehemals Staatssekretär, Finanzsenator, Bundesbankvorstand und heute Erfolgsschriftsteller und kritischer Kommentator des aktuellen politischen Geschehens in dieser Republik.  

Einschub: Mir war es eine besondere Freude, Thilo Sarrazin nun von Angesicht zu Angesicht persönlich begrüßen zu dürfen. Unser erster Kontakt datierte zurück auf das Jahr  2012. Gegenstand war seinerzeit ein Briefwechsel über einen Gastartikel in der Wochenzeitung „WELT“.  In seinen Werk „Tugendterror“, erschienen 2013, nahm Thilo Sarrazin auf diese Episode Bezug.   

Nach Begrüßung und  kurzen Smalltalk  ging es dann zur Sache:  Dem  jüngsten  Buch des Autors „Wunschdenken“, Untertitel: „Europa, Währung, Bildung, Einwanderung- warum Politik so häufig scheitert“  . Im Raum Oktogon hatten etwa hundert Zuhörer Platz genommen. Gespannt lauschten sie, wie Sarrazin das  Gedankengerüst, den Aufbau und Inhalt  dieses Werkes seinem interessierten Publikum näher brachte. Keine leichte Kost, denn Sarrazin schürft tief und belässt es nicht nur bei der Diagnose politischen Versagens sondern geht in die Analyse: Was sind die Beweggründe politischen Handelns?  Welche Aktionsräume haben Politiker? Welche Rolle nehmen die Institutionen und Bürokratie ein? Welche Regeln sollten für gutes Regieren gelten? – Die Aufzählung in diesen Zeilen ist bei weitem nicht vollständig. Dem Interessierten, der bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte, sei einfach die Lektüre des Buches empfohlen.Eines musste auch dem größten Skeptiker in Publikum klar geworden sein: Hier spricht kein Rassist oder Fanatiker, sondern der kühle Analytiker. Sarrazins Welt sind die Zahlen. Emotionen und gefühlsmäßige Wahrnehmung  sind zu trennen von den tatsächlich messbaren Größen der Empirie.  Die klare Trennung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik nach Max Weber und das daraus gebotene vernunftgemäße Handeln: Das ist Sarrazins Botschaft. Eine Botschaft, die manche, die sich ertappt fühlen, als Provokation wahrnehmen.    

 Bei der anschließenden Diskussion wurde es dann wieder konkreter, zumal manche Fragesteller ihre eigenen Vorstellungen einbrachten. Es mag einige überrascht haben, daß Sarrazin das Euro-Währungssystem durchaus für reparabel hält. Voraussetzung: Man hält sich an die wieder an die selbst gestellten Regeln. Ob die Griechen jemals ihre Schulden zurückzahlen? Wunschdenken , wie man es nicht besser definieren kann. Schaden ist längst eingetreten, es geht nur noch um Begrenzung der Verluste. Jede Bürgschaft wird einmal fällig, auch die des deutschen Steuerzahlers.  Die gemeinsame Währung als Garant des Friedens in Europa? Da gibt es genügend Gegenbeispiele: Der Bürgerkrieg beim Zerfall Jugoslawiens trotz der gemeinsamen Währung, dem Dinar. Die blutige Abspaltung Irlands vom Vereinigten Königreich  trotz britischen Pfund. Die Trennung der Tschechoslowakei   in zwei Staaten trotz der gemeinsamen Krone, usw. Umgekehrt ist die Gefahr eines europäischen Krieges mit Staaten wie Schweden, Norwegen oder der Schweiz, alles Länder außerhalb der Euro-Zone, als relativ gering zu erachten.

 Gegen zehn Uhr abends war die Wissbegier des Publikums erschöpft, die wesentlichen Fragen beantwortet. Mit einem herzlichen Dank an Thilo Sarrazin und guten Wünschen für den Heimweg ging die Runde auseinander.  Nun  machte der Büchertisch im Foyer endlich das Geschäft: Die Chance, ein vom Autor signiertes Werk zu erwerben, wollte sich kaum jemand entgehen lassen. Neben Sarrazins Werk hatte ich darum gebeten, passend zum Thema auch das hochaktuelle Buch von Alexander Robin: „Die Getriebenen“ auszulegen.Nur einer hatte sich schon zuvor aus dem Staub gemacht: Der Kollege von der RP.

 Apropos Rheinische Post: Vier Wochen zuvor gab es eine Pressemitteilung über die bevorstehende Lesung . Die Adressaten: Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung sowie die Anzeigenblättchen „Roter Punkt“ und „Dumeklemmer“. Und dann die dicke Überraschung:  Keine dieser Gazetten erwähnte den bevorstehenden Auftritt des prominenten Erfolgsschriftstellers in Ratingen  auch nur mit einer einzigen Silbe!  Diese Information wurde dem Ratinger Publikum schlichtweg vorenthalten.  War Sarrazin zu unwichtig?  Normalerweise wird jeder zweitklassige Provinzpoet, der seine Verse in Stadtbücherei vorträgt, vorab im Lokalteil der Zeitung großformatig angekündigt. Über die Düsseldorfer Termine mit Thilo Sarrazin  am 17. Und 18. Mai  hatte die RP davor und danach  in mehreren Fortsetzungen ausführlich  berichtet.   Lückenpresse? Oder spekulierten die genannten Blätter auf eine bezahlte Anzeige? Immerhin lag mir ein Angebot  für ein Annonce im  Lokalteil in Höhe von ca. 800€ vor. Thilo Sarrazin äußerte sich dazu mir gegenüber wie folgt:

„Veranstaltungen von mir werden in den Medien regelmäßig nur erwähnt, wenn sich Kritiker im Vorfeld prominent geäußert haben oder Krawall droht.“

Dabei hatte sich die RP schon vor einigen Monaten zu  Sarrazins neuestem Werk „Wunschdenken“ kritisch geäußert. Der Leiter des Politikressorts, Gregor Mayntz, brachte sogar das Kunststück fertig, Sarrazins „Wunschdenken“ und Hitlers „Mein Kampf“ in einen sinnentleerten Zusammenhang zu bringen. Um etwas mehr Licht in die Sache zu bringen, hatte ich den Herrn zu unserer Veranstaltung eingeladen:

Sehr geehrter Herr Mayntz,
 vor mir liegt Ihre Buchbesprechung über Thilo Sarrazins „Wunschdenken“  in der RP vom 7.5.2016. Dort schreiben Sie unter anderem, daß dieses Werk „viel analytischen Unsinn“ enthalte.  Bei der Lektüre des Buches als auch Ihrer Rezension ist mir nicht recht schlüssig geworden, welche Analyse unsinnig ist oder welcher Unsinn analytisch hergeleitet  wurde. Ihre im Text genannten Beispiele vermögen mich nicht so recht zu überzeugen.
 Am 7. Juni kommt Dr. Sarrazin nach Ratingen zu einer Bücherlesung und anschließender Diskussion. Unter den Teilnehmern sind sicher viele Leser der Rheinischen Post. Ich schlage Ihnen hiermit vor, sich dieser Veranstaltung anzuschließen um dort vor einem interessierten Publikum den „analytischen Unsinn“ gemeinsam mit dem Urheber  näher auszuleuchten.
 Der Veranstaltungsort ist über die S-Bahn gut sowohl von Düsseldorf als auch vom  Flughafen gut zu erreichen  

Schade; Herr Mayntz, nebenbei Vorsitzender des privaten Vereins „Bundespressekonferenz“,  hat meine Einladung zur Lesung nicht beantwortet. – Der Artikel, der tags darauf in der RP zu lesen war, sagt allerdings alles über die inzwischen dort angesiedelte journalistische Qualität. Daß heutzutage nicht mehr zwischen Reportage und Kommentar unterschieden wird: Geschenkt. Hier meine Replik:

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

 die Erwartungen an die journalistische Qualität waren nicht besonders hoch, als sich am Nachmittag des 7. Juni Ihr Kollege meldete, um bei der Autorenlesung mit Dr. Thilo Sarrazin im Haus Oberschlesien dabei sein zu dürfen. Klar, warum nicht? Wenn er Eintritt bezahlt wie jeder andere auch. Aber da fing das Quengeln schon an, er dürfe keine Karte kaufen. Man ließ ihn endlich aus Mitgefühl  herein, schließlich hatte sich der Arme extra auf den weiten Weg gemacht. Irgendwie muß er ja auch seine Brötchen verdienen. Obgleich er nicht den Eindruck vermittelte, als wenn er an Nahrungsmangel  leiden würde. Bekanntlich hat sich Thilo Sarrazin bei einer gewissen Klientel keine Freunde gemacht, als er  feststellte, dass Unterernährung das geringste Problem der Hartz-IV-Bezieher sei.

 Aber was dann abgeliefert wurde: naja. Es ist schon ein Glanzstück, eine halbe Zeitungsseite über eine Bücherlesung zu schreiben, ohne den Titel des Werkes zu nennen. Von der Logik des Aufbaus und dem  Inhalt des Werkes,  über das Thilo Sarrazin ausführlich referierte, ist in dieser Reportage nichts zu finden. Stattdessen das gewohnte obligatorische  AfD-Bashing und dann noch mal ein Tritt in Richtung Sarrazin. – Nicht auszuschließen, dass der entsandte Kollege den durchaus anspruchsvollen  Gedankengängen des Autors geistig gar nicht folgen konnte. – Gut möglich, dass er auf Randale innerhalb und außerhalb der Lesung gewartet hat, vielleicht auch, weil er über einen neuen Tortenwurf als erster exklusiv berichten wollte. Für Skandaljournalisten war der Ablauf des Abends sicher eine große Enttäuschung. Keine Schmierereien, keine eingeschlagenen Fensterscheiben, kein tobender Mob.

 Mag sein, dass sich Ihr Kollege schließlich  in Gesellschaft des gehobenen Höseler Publikums deplatziert vorkam: Jedenfalls wurde er beim Abschluss der Veranstaltung nicht mehr gesehen.  Schade eigentlich, denn das Schlusswort ging in Richtung Rheinische Post, deren Politredakteur Mayntz die Einladung zur Lesung  und Diskussion nicht beantwortet hatte. –  Mit freundlichen Grüßen

Ich habe keine Antwort erwartet und auch keine bekommen.

 Wir haben durch eigene Kameraleute die Veranstaltung gefilmt. Wir werden daraus ausgewählte Passagen aus Vortrag und Fragerunde zu einem Video zusammenstellen, das wir demnächst an dieser Stelle für Sie bereitstellen.  Außer den Vortragenden werden dort keine weiteren Gesichter zu sehen sein.

 Zu guter Letzt möchte ich mich bedanken bei unserem Sponsor, der Roland Schwarzer Unternehmerelite Deutschland GmbH, der Stiftung Haus Oberschlesien, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, namentlich Dr. Stephan Kaiser und sein Team; der Ratinger Polizei, die unsere Veranstaltung schützte; unserem Kamerateam sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern am Ausschank und am Buffet.   

 Herzliche Grüße, Ihr

Bernd Ulrich