Landesparteitag in Marl: Die Nachlese

(Bernd Ulrich)Zugegeben: Der Landesparteitag war eine große Enttäuschung. Für die angereisten Journalisten. Hatten die doch sehnlichst auf die große Story von angeblichen „Rechtsruck“ gehofft. Dumm gelaufen für die angereisten Hofschranzen der (noch) regierenden Altparteien. Denn der alte und neue Vorsitzende im Landesvorstand ist Dr. Martin Vincentz. Kein Wunder, dass Kameraleute von WDR und Komplizen bereits vor Ende des ersten Tages resigniert abreisten. Der Rest war dann Routine: Ab Nummer Drei im Landesvorstand liefen die Wahlen im harmonischen Einklang; es gab praktisch keine Kampfkandidaturen. Und der Disput am Vormittag des Samstages drehte sich weniger um programmatische Inhalte denn um eine Personalie in der Landtagsfraktion, zu der es unterschiedliche Sichtweisen gab. Apropos Fabian Jacobi, dem wir gerade hier in unserem KV viel verdanken: Als unser Vertreter im Rechtsausschuss des deutschen Bundestages hat er das Herz auf dem rechten Fleck. Aber wer tatsächlich glaubt, dass er sich mit irgendwelchen rechtsextremen Tendenzen gemein machen würde, der hält wohl auch Weihnachtsmann und Osterhasen für real existierende Lebewesen.

Unsere Delegation in Marl am Sonntag. Martin Renner war bereits abgereist.

Wir vom Kreisverband Mettmann waren am Samstag mit unseren fünfzehn Delegierten vollzählig in Marl angereist.  An der Zufahrt zur Halle gab es wieder die übliche Begleitmusik der vereinigten pöbelnden Buntblödel von linken Gewerkschaftlern, Sozis, Grünschnäbeln, Antifa, Omas gegen Rechts, Klimaaktivisten und sonstigen verblendeten Fanatikern. Eben die übliche Melange der immer noch unverbesserlichen, die es einfach nicht kapieren wollen, dass sie mit ihrem Gegröle den Aufstieg der AfD zur Volkspartei nicht verhindern konnten. Nur schade, dass es wieder so vieler Polizisten bedurfte um uns den Mob vom Halse zu halten und für freien Zugang zur Veranstaltung zu sorgen. Bei den Zuständen, die inzwischen in unserem Land herrschen, würden unsere Ordnungshüter, von denen viele insgeheim auf unserer Seite stehen, dringend an anderer Stelle gebraucht!

Am Sonntag war die Schar der Krakeeler am Eingang dann schon ziemlich ausgedünnt. Ohne Querelen wurde das umfangreiche Programm zügig abgearbeitet so dass wir schon am frühen Nachmittag den Heimweg antreten konnten. Hier das offizielle Resümee: https://afd.nrw/aktuelles/2026/03/afd-nrw-waehlt-neuen-landesvorstand-und-bestaetigt-dr-martin-vincentz-an-der-spitze/

Da war doch noch was am Sonntag? Richtig, Weltfrauentag! Den deutschen berufsmäßigen Feministen (m/w/d) aus der Regenbogenfamilie war indessen das oftmals beklagenswerte Schicksal von Frauen im Orient, in Afrika und anderen Weltgegenden oder migrantisch geprägten Gemeinschaften hierzulande ziemlich gleichgültig. Catcalling, Gender-Pay-Gap, Frauenmangel in Führungspositionen oder Arbeitsteilung im Haushalt waren zu dem Anlass die beherrschenden Themen in der Community.

Und noch was war am Sonntag: Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Die AfD konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln. Gut so. Die Linkspartei bleibt draußen. Auch gut. Die FDP fliegt raus. Selber schuld. Die SPD landet knapp über 5%. Nochmal Glück gehabt. Aber: Schwarz-Grün kommt auf über 60%. Für diese Wahlverwandtschaft zahlte sich zweierlei positiv aus: Zum einen der dramatische Niedergang des Bildungsniveaus im Ländle, zum anderen die von den Grünen betriebene Drogenfreigabe. Bekifft und verblödet: Anders ist dieses groteske Ergebnis nicht zu erklären. Schade um das einstige Vorzeige-Ländle der fleißigen, sparsamen Schwaben. Mit Grün-Schwarz an der Regierung ist der weitere Abstieg vorprogrammiert.

Wir hingegen haben mit der neuen Mannschaft im Landesvorstand die besten Voraussetzungen für den anstehenden Landtagswahlkampf. Wir wollen und werden die weitere Verwüstung unseres Bundeslandes stoppen und den Herrn Ministerpräsidenten Wüst dahin schicken, wo er dem Namen nach hingehört. Auf geht’s!

 

Pinocchio-Skandal: Auch bei uns in Ratingen

Es war der Aufreger in dieser Republik und schaffte es als Schlagzeile auf Seite Eins der Bildzeitung: Die Kriminalpolizei knöpft sich einen Rentner vor, weil er den Bundeskanzler Friedrich Merz als „Pinocchio“ bezeichnet hatte. Majestätsbeleidigung nach §188 Strafgesetzbuch! Au weia!

Ich erinnere mich: Es war der 30.Dezember 2025, 16:00 Uhr, als ich beinahe einen schweren Unfall verursacht hätte. Aus dem Autoradio hörte ich die Meldung des Bayerischen Rundfunks: „Bundeskanzler Merz fordert mehr Transparenz und Ehrlichkeit“. Schock! Das hätte mir doch beinahe das Lenkrad aus der Hand geschlagen! Merz, ausgerechnet Merz! Der Urheber des größten Wählerbetruges seit Bestehen dieser Republik! Rechts blinken, nach links abbiegen: Das kennen wir, das ist das übliche „Für Dumm Verkaufen“ wie wir es von der CDU kennen. Aber die staatsstreichartige Verfassungsänderung mit einem bereits abgewählten Bundestag, entgegen aller vorherigen Wahlversprechen: Das hat in seiner Monstrosität schon etwas Einmaliges. Pinocchio? Diese Kinderfigur ist eine verharmlosende   Untertreibung für den Urheber dieses Bubenstücks!

Ende gut, alles gut für unseren Rentner: Die Staatsanwaltschaft, die gegen den Merz-Kritiker  Stellung gebracht wurde, sah keine strafbare Handlung bei dem Mann. Einstellung des Verfahrens!

Pinocchio als Kanzler- bzw. Majestätsbeleidung, hierzulande ein Fall für Polizei und Justiz. Kein Fall für die Strafverfolgung war indessen die Blasphemie in Ratingen.  Die Darstellung des leidenden, gekreuzigten Heilands als verhunzter Pinocchio: Diese Gotteslästerung hatte kein Nachspiel. Hier die ganze Geschichte:

Donnerstag, der 12. Februar 2026. Karneval im Ratinger Bürgerhaus mit der lokalen Parteiprominenz. Ich traute meinen Augen nicht: Da baumelte ein Pinocchio-Hampelmann als gekreuzigter Christus auf dem Bauch des obersten SPD-Genossen!

Quelle: Rheinische Post

Nun ist eine Mönchskutte als Karnevalsverkleidung zwar ganz praktisch um die Leibesfülle zu verhüllen, aber als Verkleidung für eine feucht-fröhliche Karnevalsfeier durchaus fragwürdig. Wenn dann noch ein großes Holzkreuz, Symbol des Christentums, als zusätzliche Kostümierung missbraucht wird: Da sind die Grenzen des Anstands und des Respektes bereits überschritten. Wenn aber dann noch der Gekreuzigte als Pinocchio-Hampelmann mit einer Zipfelmütze in Form eines aufgerollten Kondoms verunglimpft wird: Das haut dem Fass endgültig den Boden raus.

Der Träger dieser Staffage hat sich das Ensemble offenbar selber zusammengebastelt: Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, wie die Witzfigur üppig mit Paste auf dem Kreuz festgeklebt wurde.

Das Ganze erinnert mich an eine andere Blasphemie. Wochenlang wurde die bildliche Darstellung eines Kruzifix als Masturbationsobjekt im Schaukasten vor dem Rathaus präsentiert. https://afd-ratingen.de/…/Schaukasten2024-4-1086×1536.jpg Hier die ganze Geschichte: https://afd-ratingen.de/schau-schau-der-schaukasten Bekanntermaßen herrscht zwischen den obersten Ratsvertretern von SPD und DIE PARTEI überaus herzliches Einvernehmen. Kein Wunder, dass sich die Geschmäcker so sehr ähneln.

Und die CDU? Wer sich die Bilderstrecke in der RP betrachtet: Deren Vertreter steht lachend  neben der wandelnden Blasphemie. https://rp-online.de/…/so-feiert-ratingen-altweiber-in… Kein Wunder, hat sich diese Union doch längst als doppelter Etikettenschwindel entpuppt: Weder christlich noch demokratisch. Wir dürfen uns auf weitere Zumutungen gefasst machen.