Bemerkenswert

Gesicht zeigen!

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Liebe Freunde,

   ich werde in diesen Tagen gefragt: Warum tust Du Dir das an? Bundestagsdirektkandidat für die AfD? Chancenlos!

 Ich sage Euch: Darum geht es mir gar nicht. Mir kommt es darauf an, ganz einfach Gesicht zu zeigen! Dem politischen Gegner die Stirn bieten und  seine willfährigen Medien demaskieren!

 Mal ehrlich: Die meisten Zeitungen und Zeitschriften  verstehen sich  als Hofberichterstatter von Schwarz-rot-grün und nicht als unabhängige, kritische Presse. So gut wie nirgendwo findet man eine inhaltliche Auseinandersetzung mit unserem  Parteiprogramm. Statt dessen Herumschnüffeln im Privaten,  Verleumdungen, üble Nachrede und haltlose Verdächtigungen. Besonders beliebt: Satzfragmente aus dem Zusammenhang reißen und sinnverfälschend zitieren. Auch angesagt: AfD-Anhänger als engstirnige, rechtsradikale Dumpfbacken und Verlierer der Gesellschaft hinzustellen. Oder ganz einfach irgendwelche formaljuristische Tricksereien, um uns doch noch von der Wahl auszuschließen. So wie es in diesen Tagen in NRW und Niedersachsen versucht wird. Da schreckt man auch nicht vor Fälschungen zurück.

 Die mediale Treibjagd gegen uns ist grenzenlos und an Niveaulosigkeit  kaum noch zu überbieten. Manche unserer Freunde lassen sich dadurch einschüchtern und trauen sich nicht, im  Bekanntenkreis, geschweige denn am Arbeitsplatz, ihre Sympathie für uns als Partei zu bekunden. Leider gibt es hierzu  inzwischen zahlreiche Beispiele der Diskriminierung bis hin zum Arbeitsplatzverlust. – Ich verstehe diese Ängste. Wenn jemand noch mitten im Berufsleben Verantwortung für seine Familie und deren Wohlergehen trägt, der überlegt es sich zweimal, ob er seine Karriere gefährdet.  Dieses Argument begegnete mir mehr als einmal, als um die Unterschriftensammlung für unsere Landtagskandidaten ging.

 Mich ficht das alles nicht mehr an. Die Kinder sind aus dem Haus, meine berufliche Laufbahn ist  längst abgeschlossen und zudem bin ich finanziell unabhängig.  Mit meinem persönlichen Hintergrund fühle  ich mich zudem jeder Diskussion gewachsen. Zumal wir als AfD die guten Argumente auf unserer Seite haben: Einfach eine Alternative zu Merkels Murks.

 Ich mache mir keine Illusionen: Der Wahlkampf, der vor uns liegt, wird schwer. Wir müssen uns besonders anstrengen, um unsere Botschaft den Wählern nahe zu bringen.  Der politische Gegner wird uns ausgrenzen.  Die klassischen Meinungsmacher wie Presse, Funk und Fernsehen werden uns entweder diskriminieren oder diffamieren.  Wir werden verstärkt auf alternative Medien setzen müssen: Internet, soziale Netzwerke und Briefkasteneinwürfe. Das ist aufwendig und auch kostspielig.

 Ein Geständnis muß ich  noch machen: Ich bin Überzeugungstäter.   Ich fühle mich als Patriot und rede deshalb unbefangen vom „Deutschen Volk“. Das unterscheidet mich von der noch amtierenden Kanzlerin, die statt dessen den Begriff von „Leuten, die schon länger hier leben“  geprägt hat.

 Deutschland braucht die Alternative. Dafür stehe ich und dafür setze ich mich ein. Ganz persönlich. Gesicht zeigen!

Euer Bernd

 

 

Düsseldorf, 13. August 2017

Liebe Freunde,

    der gestrige Wahlkampfauftakt der AfD in Düsseldorf war sicher ein Highlight. Trotz der Ankündigung massiver Proteste war der Henkel-Saal bis auf den letzten Platz (vierhundert Zuhörer) gefüllt. Kein Highlight war hingegen die Berichterstattung der RP. Wie schon gewohnt, war deren Niveau so flach wie das Düsseldorfer Altstadtpflaster, doch davon später.

13. August. Düsseldorf, nicht Berlin

Der 13. August ist ein historisches Datum. Tag des Mauerbaus vor 56 Jahren. Wir erinnern uns: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Originalton Walter Ulbricht im Frühjahr 1961.  Heute wissen wir: Gebrochene Politikerversprechen waren nicht auf den Ostblock beschränkt sondern sind in diesen Zeiten regelmäßig an der Tagesordnung.  Ein Ärgernis damals wie heute.

 Die Besetzung am Rednerpult des Henkelsaales war hochkarätig: Kai Gottschalk, Joana Cotar, Dr. Michael Espendiller und natürlich der Stargast des Abends: Dr. Alice Weidel. Martin Schiller moderierte den Abend unterhaltsam, flüssig und humorvoll. Joana Cotar, die selbst als Kind mit ihrer Familie vor dem Regime des Nicolae Ceausescu aus Rumänien geflohen war, referierte anschaulich, was man von Gästen und Neubürgern unseres Landes vernünftigerweise verlangen sollte. Michael Espendiller, frisch promovierter Mathematiker, legte dar, daß die Falschauszählungen zu Lasten der   AfD im letzten Wahlkampf kein Ergebnis eines Zufalls sein konnten. Eine wissenschaftlich abgesicherte Begründung für den AfD-Protest gegen die Auszählung. Kai Gottschalk war in bester kämpferischer Wahlkampflaune. Volksabstimmungen a la Schweiz auch in Deutschland, das wäre schön, zu schön.  Zum Schluss seines Vortrages ein eher trockenes Thema, das uns aber alle berührt: Rente. Anschaulich legte Kai mit einem Blick über die Grenzen dar, wie  konstruktiven Vorstellungen dazu aussehen: Bemessungsgrenzen nach Schweizer Modell und Fonds nach dem Beispiel Norwegens.

 Frau Dr. Weidel hatte sich mit dem Euro-Schlamassel  ebenfalls ein eher trockenes, aber nicht minder wichtiges Thema ausgewählt. Überzeugend legte sie dar, daß ein Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone nicht das angstmachende Horrorszenario zur Folge hat, mit dem uns unsere Regierungspolitiker einschüchtern.   Und wie wir über dem Umweg „Targetsalden“  unseren eigenen Export selber bezahlen. Vergleichbar mit dem Verkäufer, der den Kunden das Geld für den Einkauf zuvor bar auf die Hand gibt und sich anschließend über gute Umsätze freut.

 Warum schreibe ich das? Weil unsere lokalen Haus- und Hofpostillen wie die RP darüber nicht berichten. Statt dessen wird die „Friedlichkeit“ der Schreier und Gröler von der anderen Seite der Straße herausgestellt. Nun ja, offenbar kam es wenigstens nicht zu körperlichen Übergriffen gegen die AfD. Das allein ist der RP schon ein dickes Lob wert:       http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-friedliche-demo-gegen-afd-wahlkampfauftakt-im-henkel-saal-aid-1.7010653
 Und es freut die RP, daß der  „Start ohne Altbier“ erfolgt sei:Naja,   wenn die keine anderen Sorgen haben. Wir brauchen keinen Alkohol, um uns in Wahlkampfstimmung zu bringen. Sollen sich doch die anderen die gegenwärtige politische Lage schöntrinken, wir nicht.
Kleine Anekdote am Rande: Der Cellist, der uns das Warten vor den Eingangstüren mit einfühlsamen Weisen verkürzte, bedankte sich artig für das gesammelte Kleingeld. AfD-Parteigänger haben eben ein Herz für Straßenmusikanten.

Herzliche Grüße

Bernd

Aggressionen loswerden: Dosenwerfen auf AfD-Gesichter

Liebe Freunde,

    kein Niveau ist so tief, als daß es nicht noch tiefer sinken könnte. Von unserer selbsternannten „Qualitätspresse“ sind wir ja einiges gewohnt, aber das hier ist unterirdisch. Da schreibt die „Westdeutsche Zeitung“  am 5. August in einer lobhudelnden  Reportage über „Musikalische Demo gegen Rassismus“ tatsächlich im Schlusssatz: Hier können sich Festivalbesucher über die teilnehmenden Gruppierungen informieren oder beim Dosenwerfen mit aufgeklebten Portraits bekannter AfD-Politiker Aggressionen loswerden. http://www.wz.de/lokales/duesseldorf/musikalische-demo-gegen-rassismus-1.2490321 

Dabei hatten wir doch gehofft, daß die Linken ihre aufgestaute Wut  schon einige Tage zuvor abgebaut hätten. Nämlich beim Steine- und Brandsatzwerfen auf Polizisten, plündern und brandschatzen  beim G20 in Hamburg. Aber offenbar haben sich schon wieder neue Aggressionen beim einschlägigen Klientel aufgebaut.  Und jetzt müßen eben die  Gesichter von  AfD-Politikern herhalten. Dem Reporter hat es offenbar gefallen. „Das Prinzip ist unterstützenswert“, so steht es im Text.  

Der Freund, der mir den WZ-Artikel weitergeleitet hat, schrieb mir dazu:

 Habe  der WZ  zu  dieser Unverschämtheit unter anderem Folgendes per Mail zukommen lassen:

 „… deutlich Ihre Sympathie zur linken Szene. Von der Gehässigkeit, auf Dosen mit aufgeklebten Portraits von AfD-Politikern werfen zu lassen,  distanziert sich die WZ nicht etwa, sondern applaudiert unverhohlen: Das diene den Aggressionsabbau! Schier unglaublich!“

 Meine Kündigung  der WZ blieb unbeantwortet. Brief angeblich nicht angekommen. Erneut per Einschreiben mit Rückschein versucht. Wieder keine Bestätigung bisher, sondern werde weiterbeliefert, obwohl ich inzwischen die RP habe.

 Meine Meinung:  Statt „Rock-gegen-Rechts“ besser ein „Ruck-gegen-Links“!  Am 24. September!

 Herzliche Grüße

   Bernd

 

7. Juni 2017: Thilo Sarrazin in Ratingen-Hösel

Liebe Freunde,

 die gute Nachricht: Ratingen ist nicht Düsseldorf. Ratingen kann es besser. In der Landeshauptstadt musste bei einer Bücherlesung mit  Thilo Sarrazin eine ganze Polizeihundertschaft aufgeboten werden, um ein kleines Restaurant und seine Besucher  gegen einen kreischenden, pöbelnden Mob zu schützen. Trotzdem gingen dort  Scheiben zu Bruch, Fassaden wurden beschmiert; Gastgeber und Gäste wurden übel beschimpft und bedroht.    Ganz anders hingegen zwei Wochen später beim gleichen Auftritt des Erfolgsautors  in Ratingen-Hösel:  Kein einziger Demonstrant ließ sich blicken; keine Trillerpfeife von „Mettmann gegen rechts“ war zu hören.  Völlig unbehelligt erreichten die Besucher die Pforte zum Haus Oberschlesien, dem Veranstaltungsort. Und so friedlich blieb es dort den ganzen Abend. Wären da nicht zwei Damen bei Rot über die nahegelegene Fußgängerampel gelaufen: Die Handvoll Polizisten, die vorsorglich zum Schutz der Autorenlesung eingesetzt waren, hätten sich den ganzen lieben Abend gelangweilt.

 Beim Empfang der Gäste im Foyer ging es dann locker und gesellig zu: Der Riesling-Sekt wurde von der Vinothek „Feinstil“ in Düsseldorf beigesteuert. Eben jenen Restaurant, an dem zuvor  linke Chaoten ihre Wut ausgelassen hatten. Das Sandwich-Buffet hingegen wurde vom ortsansässigen DROSTE Lifestyle Catering angeliefert und fand regen Zuspruch. Nur eine Person hielt sich zurück: Der Reporter der Rheinischen Post. Doch davon später mehr. – Neben kulinarischen wurde auch geistige Nahrung geboten: Am Büchertisch, der durch die örtliche Buchhandlung gut bestückt war, lagen sämtliche Werke von Thilo Sarrazin aus.

 Gegen 19:00 Uhr traf die Hauptperson des Abends ein: Dr. Thilo Sarrazin. Ehemals Staatssekretär, Finanzsenator, Bundesbankvorstand und heute Erfolgsschriftsteller und kritischer Kommentator des aktuellen politischen Geschehens in dieser Republik.  

Einschub: Mir war es eine besondere Freude, Thilo Sarrazin nun von Angesicht zu Angesicht persönlich begrüßen zu dürfen. Unser erster Kontakt datierte zurück auf das Jahr  2012. Gegenstand war seinerzeit ein Briefwechsel über einen Gastartikel in der Wochenzeitung „WELT“.  In seinen Werk „Tugendterror“, erschienen 2013, nahm Thilo Sarrazin auf diese Episode Bezug.   

Nach Begrüßung und  kurzen Smalltalk  ging es dann zur Sache:  Dem  jüngsten  Buch des Autors „Wunschdenken“, Untertitel: „Europa, Währung, Bildung, Einwanderung- warum Politik so häufig scheitert“  . Im Raum Oktogon hatten etwa hundert Zuhörer Platz genommen. Gespannt lauschten sie, wie Sarrazin das  Gedankengerüst, den Aufbau und Inhalt  dieses Werkes seinem interessierten Publikum näher brachte. Keine leichte Kost, denn Sarrazin schürft tief und belässt es nicht nur bei der Diagnose politischen Versagens sondern geht in die Analyse: Was sind die Beweggründe politischen Handelns?  Welche Aktionsräume haben Politiker? Welche Rolle nehmen die Institutionen und Bürokratie ein? Welche Regeln sollten für gutes Regieren gelten? – Die Aufzählung in diesen Zeilen ist bei weitem nicht vollständig. Dem Interessierten, der bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte, sei einfach die Lektüre des Buches empfohlen.Eines musste auch dem größten Skeptiker in Publikum klar geworden sein: Hier spricht kein Rassist oder Fanatiker, sondern der kühle Analytiker. Sarrazins Welt sind die Zahlen. Emotionen und gefühlsmäßige Wahrnehmung  sind zu trennen von den tatsächlich messbaren Größen der Empirie.  Die klare Trennung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik nach Max Weber und das daraus gebotene vernunftgemäße Handeln: Das ist Sarrazins Botschaft. Eine Botschaft, die manche, die sich ertappt fühlen, als Provokation wahrnehmen.    

 Bei der anschließenden Diskussion wurde es dann wieder konkreter, zumal manche Fragesteller ihre eigenen Vorstellungen einbrachten. Es mag einige überrascht haben, daß Sarrazin das Euro-Währungssystem durchaus für reparabel hält. Voraussetzung: Man hält sich an die wieder an die selbst gestellten Regeln. Ob die Griechen jemals ihre Schulden zurückzahlen? Wunschdenken , wie man es nicht besser definieren kann. Schaden ist längst eingetreten, es geht nur noch um Begrenzung der Verluste. Jede Bürgschaft wird einmal fällig, auch die des deutschen Steuerzahlers.  Die gemeinsame Währung als Garant des Friedens in Europa? Da gibt es genügend Gegenbeispiele: Der Bürgerkrieg beim Zerfall Jugoslawiens trotz der gemeinsamen Währung, dem Dinar. Die blutige Abspaltung Irlands vom Vereinigten Königreich  trotz britischen Pfund. Die Trennung der Tschechoslowakei   in zwei Staaten trotz der gemeinsamen Krone, usw. Umgekehrt ist die Gefahr eines europäischen Krieges mit Staaten wie Schweden, Norwegen oder der Schweiz, alles Länder außerhalb der Euro-Zone, als relativ gering zu erachten.

 Gegen zehn Uhr abends war die Wissbegier des Publikums erschöpft, die wesentlichen Fragen beantwortet. Mit einem herzlichen Dank an Thilo Sarrazin und guten Wünschen für den Heimweg ging die Runde auseinander.  Nun  machte der Büchertisch im Foyer endlich das Geschäft: Die Chance, ein vom Autor signiertes Werk zu erwerben, wollte sich kaum jemand entgehen lassen. Neben Sarrazins Werk hatte ich darum gebeten, passend zum Thema auch das hochaktuelle Buch von Alexander Robin: „Die Getriebenen“ auszulegen.Nur einer hatte sich schon zuvor aus dem Staub gemacht: Der Kollege von der RP.

 Apropos Rheinische Post: Vier Wochen zuvor gab es eine Pressemitteilung über die bevorstehende Lesung . Die Adressaten: Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung sowie die Anzeigenblättchen „Roter Punkt“ und „Dumeklemmer“. Und dann die dicke Überraschung:  Keine dieser Gazetten erwähnte den bevorstehenden Auftritt des prominenten Erfolgsschriftstellers in Ratingen  auch nur mit einer einzigen Silbe!  Diese Information wurde dem Ratinger Publikum schlichtweg vorenthalten.  War Sarrazin zu unwichtig?  Normalerweise wird jeder zweitklassige Provinzpoet, der seine Verse in Stadtbücherei vorträgt, vorab im Lokalteil der Zeitung großformatig angekündigt. Über die Düsseldorfer Termine mit Thilo Sarrazin  am 17. Und 18. Mai  hatte die RP davor und danach  in mehreren Fortsetzungen ausführlich  berichtet.   Lückenpresse? Oder spekulierten die genannten Blätter auf eine bezahlte Anzeige? Immerhin lag mir ein Angebot  für ein Annonce im  Lokalteil in Höhe von ca. 800€ vor. Thilo Sarrazin äußerte sich dazu mir gegenüber wie folgt:

„Veranstaltungen von mir werden in den Medien regelmäßig nur erwähnt, wenn sich Kritiker im Vorfeld prominent geäußert haben oder Krawall droht.“

Dabei hatte sich die RP schon vor einigen Monaten zu  Sarrazins neuestem Werk „Wunschdenken“ kritisch geäußert. Der Leiter des Politikressorts, Gregor Mayntz, brachte sogar das Kunststück fertig, Sarrazins „Wunschdenken“ und Hitlers „Mein Kampf“ in einen sinnentleerten Zusammenhang zu bringen. Um etwas mehr Licht in die Sache zu bringen, hatte ich den Herrn zu unserer Veranstaltung eingeladen:

Sehr geehrter Herr Mayntz,
 vor mir liegt Ihre Buchbesprechung über Thilo Sarrazins „Wunschdenken“  in der RP vom 7.5.2016. Dort schreiben Sie unter anderem, daß dieses Werk „viel analytischen Unsinn“ enthalte.  Bei der Lektüre des Buches als auch Ihrer Rezension ist mir nicht recht schlüssig geworden, welche Analyse unsinnig ist oder welcher Unsinn analytisch hergeleitet  wurde. Ihre im Text genannten Beispiele vermögen mich nicht so recht zu überzeugen.
 Am 7. Juni kommt Dr. Sarrazin nach Ratingen zu einer Bücherlesung und anschließender Diskussion. Unter den Teilnehmern sind sicher viele Leser der Rheinischen Post. Ich schlage Ihnen hiermit vor, sich dieser Veranstaltung anzuschließen um dort vor einem interessierten Publikum den „analytischen Unsinn“ gemeinsam mit dem Urheber  näher auszuleuchten.
 Der Veranstaltungsort ist über die S-Bahn gut sowohl von Düsseldorf als auch vom  Flughafen gut zu erreichen  

Schade; Herr Mayntz, nebenbei Vorsitzender des privaten Vereins „Bundespressekonferenz“,  hat meine Einladung zur Lesung nicht beantwortet. – Der Artikel, der tags darauf in der RP zu lesen war, sagt allerdings alles über die inzwischen dort angesiedelte journalistische Qualität. Daß heutzutage nicht mehr zwischen Reportage und Kommentar unterschieden wird: Geschenkt. Hier meine Replik:

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

 die Erwartungen an die journalistische Qualität waren nicht besonders hoch, als sich am Nachmittag des 7. Juni Ihr Kollege meldete, um bei der Autorenlesung mit Dr. Thilo Sarrazin im Haus Oberschlesien dabei sein zu dürfen. Klar, warum nicht? Wenn er Eintritt bezahlt wie jeder andere auch. Aber da fing das Quengeln schon an, er dürfe keine Karte kaufen. Man ließ ihn endlich aus Mitgefühl  herein, schließlich hatte sich der Arme extra auf den weiten Weg gemacht. Irgendwie muß er ja auch seine Brötchen verdienen. Obgleich er nicht den Eindruck vermittelte, als wenn er an Nahrungsmangel  leiden würde. Bekanntlich hat sich Thilo Sarrazin bei einer gewissen Klientel keine Freunde gemacht, als er  feststellte, dass Unterernährung das geringste Problem der Hartz-IV-Bezieher sei.

 Aber was dann abgeliefert wurde: naja. Es ist schon ein Glanzstück, eine halbe Zeitungsseite über eine Bücherlesung zu schreiben, ohne den Titel des Werkes zu nennen. Von der Logik des Aufbaus und dem  Inhalt des Werkes,  über das Thilo Sarrazin ausführlich referierte, ist in dieser Reportage nichts zu finden. Stattdessen das gewohnte obligatorische  AfD-Bashing und dann noch mal ein Tritt in Richtung Sarrazin. – Nicht auszuschließen, dass der entsandte Kollege den durchaus anspruchsvollen  Gedankengängen des Autors geistig gar nicht folgen konnte. – Gut möglich, dass er auf Randale innerhalb und außerhalb der Lesung gewartet hat, vielleicht auch, weil er über einen neuen Tortenwurf als erster exklusiv berichten wollte. Für Skandaljournalisten war der Ablauf des Abends sicher eine große Enttäuschung. Keine Schmierereien, keine eingeschlagenen Fensterscheiben, kein tobender Mob.

 Mag sein, dass sich Ihr Kollege schließlich  in Gesellschaft des gehobenen Höseler Publikums deplatziert vorkam: Jedenfalls wurde er beim Abschluss der Veranstaltung nicht mehr gesehen.  Schade eigentlich, denn das Schlusswort ging in Richtung Rheinische Post, deren Politredakteur Mayntz die Einladung zur Lesung  und Diskussion nicht beantwortet hatte. –  Mit freundlichen Grüßen

Ich habe keine Antwort erwartet und auch keine bekommen.

 Wir haben durch eigene Kameraleute die Veranstaltung gefilmt. Wir werden daraus ausgewählte Passagen aus Vortrag und Fragerunde zu einem Video zusammenstellen, das wir demnächst an dieser Stelle für Sie bereitstellen.  Außer den Vortragenden werden dort keine weiteren Gesichter zu sehen sein.

 Zu guter Letzt möchte ich mich bedanken bei unserem Sponsor, der Roland Schwarzer Unternehmerelite Deutschland GmbH, der Stiftung Haus Oberschlesien, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, namentlich Dr. Stephan Kaiser und sein Team; der Ratinger Polizei, die unsere Veranstaltung schützte; unserem Kamerateam sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern am Ausschank und am Buffet.   

 Herzliche Grüße, Ihr

Bernd Ulrich  

 

Ferienlektüre II: „Merkel“ von Philip Plickert

Liebe Freunde,

 Heute möchte ich erneut einen brandaktuellen Bestseller als Ferienlektüre empfehlen: MERKEL von Philip Plickert.

 „Angst im Nacken“. Das wäre sogar ein zutreffenderer Titel. Dr. Philip Plickert hat Panik. Nämlich panische Angst davor, daß uns nach dem 24. September weitere Merkeljahre bevorstehen könnten. Und so zieht er auf seine Weise eine Notbremse mit seinem jüngsten Buch: „MERKEL.  Eine kritische Bilanz“.  Diese Schrift ist eine Ermahnung an alle,  die im September zur Wahl gehen. 

https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/13274-merkel/

 Philip Plickert ist nicht irgendwer. Universitätsdozent und seit Jahren  Wirtschaftsjournalist der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung.  Folgerichtig erscheint sein Buch auch im Finanzbuchverlag. Die  wohlwollende  Billigung der der FAZ-Herausgeber kann man unterstellen. Die Buchbesprechung füllte vor einigen Tagen eine komplette Seite in der Frankfurter.  Hier findet sich der vollständige Text:

 http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fehler-von-angela-merkel-euro-krise-energiewende-fluechtlingskrise-15076075.html

 „Kritische Bilanz“ ist eine sehr dezente Untertreibung. Tatsächlich ist das Werk ein vernichtendes Urteil.  Diese Diagnose stellt Dr. Plickert nicht alleine. Statt dessen lässt er andere zu Wort kommen. In einer Sammlung von Aufsätzen prominenter Autoren, die Merkels verhängnisvolles Wirken aus verschiedenen Blickwinkeln ausleuchten: Thilo Sarrazin, Necla Kelek, Cora Stephan, Norbert Bolz, Roland Tichy, Werner J. Patzelt, Wolfgang Ockenfels, Ralf Georg Reuth, Birgit Kelle, Daniel Koerfer, Dominik Geppert, David Marsh, Henning Klodt, Stefan Kooths, Justus Haucap, Michael Wolffsohn, Rafael Seligmann, Anthony Glees, Boris Kálnoky, Andreas Unterberger, Christopher Caldwell und Erich Vad.

 Aus dem Umschlagtext:

»Sie kennen mich« – mit diesem Spruch warb Angela Merkel vor vier Jahren für ihre Wiederwahl. Doch wer ist Merkel wirklich? Was sind ihre Verdienste, was waren ihre größten Fehler? In diesem Buch ziehen 22 Professoren und Publizisten eine Bilanz der Ära Merkel. Der Herausgeber, FAZ-Redakteur Philip Plickert, hat renommierte Autoren versammelt, die das politische Wirken und die Person Merkels analysieren.

Mit dabei sind so profilierte Köpfe wie die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek, die Publizistin Cora Stephan, der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz, der Historiker Michael Wolffsohn, Thilo Sarrazin, der Wirtschaftspublizist Roland Tichy, die Feminismuskritikerin Birgit Kelle, Ökonomie-Professoren wie Justus Haucap sowie Politologen und Journalisten aus England, Amerika und Osteuropa.

Das Fazit: Die Kanzlerin ist ein Scheinriese, eine überschätzte Politikerin, die sich mehrere gravierende Fehler zuschulden hat kommen lassen. Angefangen beim Lavieren in der Eurokrise und der kopflosen Energiewende bis hin zu ihrem Agieren in der Flüchtlingskrise: Das Durchwursteln, Zaudern und Aussitzen der Kanzlerin wird Deutschland auch auf längere Sicht schwer belasten.

Selbstredend fehlen die gängigen Merkel-Apologeten. Namen wie Käßmann, Jörges, Augstein oder Prantl  sucht man vergebens im Autorenverzeichnis. Das tut der Qualität indessen keinen Abbruch; im Gegenteil.

 Plickerts eigenes Fazit endet mit den Schlusssatz: Denn nichts und niemand ist alternativlos.  Wer sollte es besser wissen als wir: Inzwischen gibt es eine Alternative. Die Alternative für Deutschland.

 Auch dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein für jeden, der im September sein Kreuz auf dem Wahlzettel macht.  Und wer dann immer noch Merkel wählt: Der hat nichts besseres als Merkel verdient. – Plickerts Bestseller eignet sich auch hervorragend als Geschenk. Und belastet nicht einmal das Urlaubsgepäck: Man kann es auch elektronisch als e-Book mitnehmen.

 Einen schönen Urlaub, herzliche Grüße

    Bernd

 PS: Passend zum Thema schon vor zwei Jahren:
https://bernd-ulrich-afd.com/2015/08/03/politikerverachtung/

 

 

 

 

Ferienlektüre: „Die Getriebenen“ von Robin Alexander

Liebe Freunde,

   es ist ein gepflegter Brauch: Zum Feriengepäck gehört auch das eine oder andere gute Buch, das man entspannt im Urlaub als geistige Nahrung konsumiert. Der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein und auch nicht von All-inclusive.

 Heute möchte ich jedem einen aktuellen Bestseller besonders an Herz legen: „Die Getriebenen“ von Robin Alexander.  Spannend geschrieben wie ein Krimi, flüssig zu lesen und in jedem Kapitel  immer wieder voller neuer Überraschungen. Man kommt aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus. So ging es jedenfalls  mir.

Die Getriebenen von Robin Alexander

Dabei ist uns allen der Stoff wohlbekannt: Es ist das dramatische Kapitel  jüngster Zeitgeschichte, zu deren Zeugen wir selber  geworden sind: Die Septembertage im Jahre 2015, als plötzlich hundertausende Zuwanderer aus fernen Ländern mit Wissen und Billigung der Regierung ohne jegliche Kontrolle nach Deutschland hineinströmten. Wie konnte es dazu kommen, was waren die Beweggründe der verantwortlich Handelnden?  Aus dem Einband des Buches:

 Die Grenzöffnung für Flüchtlinge im Herbst 2015 hat das Land gespalten – die einen preisen Angela Merkels moralische Haltung, die andern geißeln die Preisgabe von Souveränität. Doch was als planvolles Handeln erscheint, ist in Wahrheit eine Politik des Durchwurstelns, des Taktierens und Lavierens, befeuert von hehren Idealen und Opportunismus. Robin Alexander zeigt, dass die politischen Akteure Getriebene sind, zerrieben zwischen selbst auferlegten Zwängen und den sich überschlagenden Ereignissen.

Robin Alexander blickt als Korrespondent der »Welt am Sonntag« seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes – in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, rekonstruiert er minutiös die Schlüsselentscheidungen von sechs Schicksalsmonaten – und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird.

Und weiter:

Quintessenz für mich sind eine gute und eine schlechte Erkenntnis. Zunächst die gute: Einen Generalplan zur Umvolkung der Deutschen scheint es nicht zu geben. Die schlechte:  Die Regierung hat überhaupt keinen Plan.  Sie fährt im Nebel auf Sicht, um einen Vergleich der Kanzlerin zu bemühen. Auf der Strecke bleibt die Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit dieses Landes.

 Stellvertretend für viele hier eine Rezension des  FOCUS:

http://www.focus.de/politik/deutschland/buch-zeigt-das-politische-versagen-der-bundesregierung-die-getriebenen-wie-merkel-in-der-fluechtlingskrise-die-kontrolle-verlor_id_6875876.html

 Das Buch sollte Pflichtlektüre sein für jeden mündigen Bürger, der im September sein Kreuz auf dem Wahlzettel macht. – Es eignet sich auch hervorragend als Geschenk unter Freunden.

 Einen schönen Urlaub, herzliche Grüße

    Bernd

 

Eine Stadt wie Hamburg muss das aushalten!

Liebe Freunde,

„Eine Stadt wie Hamburg müsse das aushalten.“ Mit diesen Worten wird der Hamburger Bürgermeister in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert. Der flotte Spruch des SPD-Politikers bezieht sich auf die seit einem Vierteljahrhundert rechtsfreien Räume der Stadt.

Die Bild-Zeitung des heutigen Tages bringt hingegen die Ereignisse auf den Punkt: „Keiner stoppt den linken Hass!

Hass? Da war doch was? Richtig, der Bundesjustizminister und seine schwarz-roten Genossen hatten doch noch vor wenigen Tagen eine Gesetz gegen Hass durchs Parlament geboxt!  Nicht doch, damit war nur die virtuelle Hasssprache (oder was Politisch Korrekte dafür halten)  im Internet auf Bildschirmen gemeint.  Echte Brandstifter, Steinwerfer und Plünderer hatte Heiko Maas nicht im Visier. Dabei hatten die Linksradikalen doch noch kürzlich bei der EZB-Einweihung in Frankfurt auf brutale Weise gezeigt, wie man blitzschnell den Bürgerkrieg in eine brave deutsche Großstadt trägt:  Verwüstung, Brandstiftung, Plünderung, rohe Gewalt gegen Ordnungskräfte.  Festnahmen oder gar Verurteilungen? Fehlanzeige!

 Heiko Maas: Der tingelt nicht nur der Talkshows, er hat letztens sogar ein richtiges Buch geschrieben: „Aufstehen statt wegducken“. Aha, denkt sich der geplagte Bürger. Endlich wachen auch Politiker auf und wollen sogar aufstehen. Aber schon im zweiten Satz des Buchtitels kommt die Ernüchterung: „Eine Strategie gegen Rechts“ , so heißt es weiter in der Überschrift.  Der Terror der Linken ist kein Thema für den Bundesjustizminister.

 Wer nun glaubt, daß angesichts der Verwüstungen in Hamburg der oberste Dienstaufseher der deutschen Justiz der malträtierten Stadt und  ihren geplagten und verängstigten Bewohnern einen Besuch abstatten würde, der sieht sich getäuscht:  Heiko Maas zieht es lieber vor, bei  Schwulenparade CSD in Köln mit von der Partie zu sein.   Darauf ein  Prost!

Noch vor wenigen Tagen beklagten Politiker der Altparteien  lautstark die zunehmende Gewalt von Rechtsextremisten. Laut  Statistik seien die gegenüber den Linksradikalen im Vormarsch. Die brutale Wirklichkeit zeigt dem Bürger, was von solchen Statistiken zu halten ist. Klar doch: wenn keine linken Gewalttäter ermittelt und verurteilt werden, dann tauchen sie auch nicht im statistischen Zahlenwerk auf. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Die üblichen Verdächtigen, allen voran Jakob Augstein, sehen glasklar, wer in Hamburg die Schuld trägt: Natürlich die Polizei. Hier ein Auszug aus seinem Gezwitscher: https://twitter.com/augstein?lang=de

Schon am Vortag hatte er einen bösen Verdacht:

Und zieht dann folgerichtig seine Schlüsse:

  http://www.faz.net/aktuell/g-20-gipfel/was-jakob-augstein-zur-gewalt-in-hamburg-twittert-15096175.html

Linksradikale Gewalt ist nicht nur ein Problem in Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Auch vor unserer Haustür, nämlich in Duisburg und Düsseldorf wütet der linke Mob und ist sogar noch stolz darauf, etwa hier bei der Verwüstung von Frankys in Duisburg:

Ich freue mich, daß Mitglieder unseres Stadtverbandes in einer Kollekte hundert Euro gesammelt haben, um  Frankys  materiellen Schaden zu mildern. Danke!

 In der Hoffnung auf  einen friedfertigen Sonntag, herzliche Grüße, Ihr

 Bernd Ulrich