Liebe Freunde,
eine ganz einfache Frage an Euch: Darf jemand, der eine dreckige Lüge verbreitet, selbst als „dreckiger Lügner“ bezeichnet werden? Ich frage nicht ohne Grund. Denn das Correctiv-Konstrukt um angebliche in Potsdam gesponnene Geheimpläne der AfD zur massenhaften Vertreibung von Mitbürgern darf inzwischen mit richterlicher Erlaubnis als „dreckige Lüge“ eingeordnet werden. Und das bereits seit Ende 2024.
„Lügen haben kurze Beine“. So lautet ein altes Sprichwort. Im Land von Merz und Merkel aber haben Lügen ein langes Leben. Sogar in der Gesamtschule Velbert-Mitte, wo mit ausdrücklicher Erlaubnis von Schuldirektorin und Düsseldorfer Bezirksregierung die längst entlarvte, ungeheuerliche Lüge immer noch plakatiert wird. Im Originaltext: Ihr Treffen in Potsdam Ende 2023, bei dem sie Pläne zur millionenfachen Vertreibung von Menschen mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit geschmiedet haben, zeigt einmal mehr: Um ihre völkisch-nationalistische Ideologie durchzusetzen, schrecken Rechtsextremisten (gemeint ist die AfD) vor nichts zurück. Sie wollen „deutsches Blut“ oder ein eigenmächtig definiertes „Wohlverhalten“ an die Stelle der Staatsangehörigkeit und des Aufenthaltsrechtes setzen und blasen damit zum Generalangriff auf unser Grundgesetz. – Trotz schriftlicher Ermahnung von unserer Seite weigerte sich die Schulleitung hartnäckig die Plakate zu entfernen.
Nicht nur in der Schule wird dreckig gelogen. Getarnt mit dem harmlos klingenden Titel „Trierer Erklärung“ wurde die Correctiv-Lüge auch von Ratinger Ratsmitgliedern und Mettmanner Kreistagsabgeordneten unters Volk gebracht. Grotesk: Der CDU-Frontmann im Kreistag, Waldemar Madeia, wollte mich, als ich wehrte, einer „politischen Säuberung“ unterziehen. Und die Gesamtschule Velbert wirbt mit einen „Schulethos“. Da heißt es u.a. in einem Verhaltenskodex für Schüler*innen: „Ich sage die Wahrheit“ . Beim Verhaltenskodex für Lehrer*innen sucht man vergebens.
Dreckige Lügner? Da würde Frau Schuldirektorin lautstark protestieren. Denn an ihrer Bildungsanstalt wird nämlich nach Strich und Stern gegendert. Es müsste also heißen „Dreckige Lügner*innen“. Oder als Partizip: „Dreckige Lügende“. Halt! Das könnte jemand am Ende auf die körperliche Erscheinung beziehen und protestieren. Besser wäre „Dreckig Lügende“. Aus dem Adjektiv wir ein Adverb und das ganze klingt schon besser.
Bei Altparteien-Politikern gehört das Lügen bekanntermaßen zum politischen Alltag. Ein tragisches Beispiel ist der CDU-Kanzler. Sagt er mal ausnahmsweise was Wahres, z.B. über Stadtbild, kleine Paschas oder Rentenfinanzierung: Prompt bekommt er eine rotgrüne ruppige Zurechtweisung. Dabei wissen wir doch: Politik ist ein schmutziges Geschäft. Für schmutzige Geschäfte braucht es schmutzige Charaktere. Und da schließt sich der Kreis: Schmutzige Charaktere verbreiten dreckige Lügen.
Nun haben manche, die damals auf die Correctiv-Geschichte hereingefallen sind, selbige in gutem Glauben verbreitet. Das Geständnis, das Markus Lanz am Ende seiner Sendung von sich gibt, klingt ehrlich: Da wurde Correctiv regelrecht demaskiert: https://www.zdf.de/play/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-23-april-2026-100 Hier würde ich nicht von dreckigen Lügnern, sondern von reuigen Sündern sprechen. Die sucht man in der Politik leider vergebens.
Aber was ist mit den Herrschaften aus Kreistag, Stadtrat oder Lehrer*innen-Kollegium? Die beharren bekanntlich bis heute auf der dreckigen Lüge. Dürfen wir sie deshalb mit Fug und Recht als dreckige Lügner betiteln? – Das fragt Euer Bernd











Es war der Aufreger in dieser Republik und schaffte es als Schlagzeile auf Seite Eins der 