Schmarotzer der Rheinischen Post

Am 14.Mai, am Vortag der NRW-Landtagswahl, richtet der Chefredakteur der Rheinischen Post, Moritz Döbler, einen flammenden Apell an seine Leserschaft auf gar keinen Fall die AfD zu wählen. Er bezeichnet die Abgeordneten der AfD als „Schmarotzer„:Döblerschmarotzer  Jetzt will ich es genau wissen.  Wer sind die Schmarotzer? Ich schreibe Herrn Döbler wie folgt:

Chefredaktion Rheinische Post / Herrn Moritz Döbler

Pressehaus 40196 Düsseldorf  Betr.: Schmarotzer

Sehr geehrter Herr Döbler,

in Ihrem Kommentar am Samstag vor der Landtagswahl beschrieben Sie unsere AfD-Landtagsabgeordneten in NRW als „Schmarotzer, denn sie lehnen die Freiheit, die ihnen den Einzug in die Parlamente möglich macht, ab“.

Gerne möchte ich von Ihnen nun die Konkretisierung, wer von diesen Abgeordneten der vergangenen Parlamentsperiode sich diese Zuschreibung „Schmarotzer“ verdient hat. Markieren Sie einfach durch Ankreuzen oder Unterstreichen und senden Sie mir dieses Schreiben zurück. Ein Freiumschlag liegt bei. Wenn Sie noch zusätzlich vermerken, wo und in welchem Zusammenhang diese Personen durch Äußerungen kundgetan haben, daß sie „die Freiheit, die ihnen den Einzug in die Parlamente möglich macht, ablehnen“, so wäre ich Ihnen sehr dankbar.SchmarotzerSeifenHelmut Seifen, Gymnasialdirektor: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerVogelNic Vogel: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerBeckampRoger Beckamp: Schmarotzer ja/nein

 SchmarotzerBlex 14.06.2022 21-07-28 2060x568Dr. Christian Blex: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerDemolsky 14.06.2022 21-07-06 2480x621Gabriele Walger-Demolsky: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerIrisIris Dworeck-Danielowski: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerKeithAndreas Keith: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerLooseChristian Loose: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerRöckemann 14.06.2022 21-07-28 3024x4032Thomas Röckemann: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerStrotebeck Herbert Strotebeck: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerTritschler 14.06.2022 21-07-06 3024x4032Sven Tritschler: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerVincentzDr. Martin Vincentz: Schmarotzer ja/nein

SchmarotzerWagnerMarkus Wagner: Schmarotzer ja/nein

Werter Herr Döbler, ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir die „Schmarotzer“ namentlich benennen. 

Herzlichen Dank, mit freundlichen Grüßen

Bernd Ulrich, RP-Kundennummer XXXXX

Ich werde berichten, sobald ich eine Antwort erhalte.

 

NAZI-Jargon in der Rheinischen Post

die NRW-Wahl ist vorbei. Aber wir können nicht einfach die Ungeheuerlichkeiten im Vorfeld der Wahl achtlos beiseite wischen und einfach so zur Tagesordnung übergehen. Ein absoluter Tiefpunkt: Der Chefredakteur der Rheinischen Post, Moritz Döbler, erdreistete sich am Tag vor der Wahl, unsere Parlamentarier kollektiv als  „Schmarotzer“ zu schmähen. „Schmarotzer, welche die Freiheit ablehnen.“ So der O-Ton des obersten Journalisten der Rheinischen Post.  Schmarotzer als  Schmähung,  Verächtlichmachung und Entmenschlichung des politischen Gegners? Das erinnert mich doch an etwas, was wir längst überwunden glaubten:Nicht nur das: Der Herr Chefredakteur keilt am Tag vor der Landtagswahl weiter kräftig aus:  „Alles ist destruktiv … irrlichtender Haufen … sie lehnen die Freiheit ab.“   Hallo? Wer plakatierte denn vor der Wahl den verzweifelten Ruf nach Freiheit? Freiheit des Wortes, Freiheit der Sprache, Freiheit der Gedanken und nicht zuletzt Freiheit von den irrlichternden Maßnahmen der weit über das Ziel hinausgeschossenen Corona-Restriktionen, die gesunde Schüler einsperrten und kranke Alte ihrem Schicksal überließen?

Zurück zum „Schmarotzer“. Ehrlich, unsere Parlamentarier, die unter schwierigsten Bedingungen ihre Aufgaben erfüllen, haben so etwas am allerwenigsten verdient. Wer hat sich denn in der Coronakrise an Maskendeals bereichert, Steuersünder gedeckt, Steuerschulden verschleppt, Bundeswehrfluggeräte für Urlaubsreisen zweckentfremdet?  Etwa AfD-Abgeordnete? Nein, unser Kay Gottschalk, der als Vorsitzender des Wirecard-Untersuchungsausschusses im deutschen Bundestag einen hervorragenden Job gemacht hat; Dr. Martin Vincentz, der als gesundheitspolitischer Sprecher immer und immer wieder auf die Versäumnisse der Corona-Politik aufmerksam gemacht:  sie alle haben es nicht verdient, von regierungskonformen Schreiberlingen als „Schmarotzer“ zu Schädlingen abqualifiziert zu werden.

Schmarotzer, das sind Parasiten, Schädlinge.  Die Geschichte lehrt uns, wohin das führt, wenn Menschen zu Parasiten abgestempelt werden. Erst die Worte, dann die Taten.

Noch ist es nicht so weit. Noch nicht. Aber die jahrelange mediale Hetze gegen eine unbequeme Opposition trägt jetzt bereits Früchte. „Euch müßte man verbrennen!“ zischte eine Frau im Vorbeigehen an unserem Wahlkampfstand in Heiligenhaus. – Heiligenhaus gehört zum Verbreitungsgebiet der Rheinischen Post.

Ein besinnliches Pfingstfest wünscht                                                                                                                                                                      Bernd

PS: Moritz Döbler in der RP vom 14.Mai: