Nein, ich habe keine Angst davor, dass ich im Rechenschaftsbericht unserer Partei mit Namen und Anschrift genannt werde. Ich lege sogar Wert darauf. Ich gehöre ja nicht zur Entourage irgendeines Regierungspolitikers wie etwa Jens Spahn, der sich seinerzeit die Partyeinladungen mit exakt 9.999€ pro Nase honorieren ließ. Damit seine illustren Gäste bloß nicht die magische 10.000€-Grenze erreichen, von der ab Parteispender mit Namen und Anschrift im Rechenschaftsbericht genannt werden. Die Presse hatte darüber berichtet: https://www.tagesspiegel.de/politik/jens-spahn-will-namen-der-spender-nicht-nennen-4239268.html Nein, ich habe nichts zu verbergen. Ich mache auch keine Maskendeals und keine Impfdosenverträge. Derartiger Schmuddelkram oder sonstige dubiose Geschäfte in der Politik kommen bei mir nicht in die Tüte.
Mein Vorgänger im Amt des Fraktionssprechers in Stadtrat, der leider viel zu früh verstorbene Werner Kullmann, hatte gelobt keinerlei finanziellen Vorteil aus seinem Mandat zu ziehen. Er hat das Versprechen gehalten. Ich als sein Nachfolger fühle mich dieser Tradition verpflichtet. Unsere AfD kann das Geld gut gebrauchen. Siehe Anlage.
Ein Polizeichef hat viele Gegner: Gewaltverbrecher, Taschendiebe, Automarder, Automatensprenger, Drogenhändler usw. Eben alle Arten von Schwer- und Kleinkriminellen. Sollte man meinen. Nicht so beim obersten Polizeichef von NRW, dem Innenminister Herbert Reul. Seine Gegner sind eben nicht Clankriminelle, Einbrecher, Krawallbrüder, Brandstifter oder sonstige Verbrecher. Seine Gegner sind? Na was wohl? Genau! Die AfD-Anhänger. Das gibt er unverblümt ganz offen zu, nämlich in der Rheinischen Post vom letzten Samstag. Nicht nur das: Besonders ist es ihm zuwider, wenn seine Beamten auf den rechten Weg umschwenken. Im Originalinterview: „Wir decken immer mal rechte Chatgruppen auf.“ Dabei gibt unverhüllt zu: Der Praxisschock durch die Realität auf der Straße könnte Beamte dazu verleiten, sich tatsächlich nach rechts zu orientieren. Na sowas!
Rheinische Post vom 15.Oktober 2023
Lieber Herr Innenminister Reul: Ganz offensichtlich haben Sie eine falsche Auffassung von Ihrem Job! Nicht wir von der AfD sind verantwortlich für die grotesken und beklagenswerten Zustände, die jetzt in diesem Land herrschen! Das haben Sie mitsamt Ihresgleichen aus den schwarz-rot-grünen Machtzentren dieser Republik verbockt! Und tun Sie endlich Ihren verdammten Job! So wie es sich für einen anständigen Polizeichef gehört! Damit wir alle, Frauen und Männer, Große und Kleine in diesen Land endlich wieder sicher sind vor Einbrechern, Dieben, Gewalttätern, Betrügern, Vergewaltigern, Kinderschändern, Messerstechern und hasserfüllten Extremisten! Und lassen sie die überflüssigen politischen Ränkespiele, Show-Einlagen und auch die widerliche Gesinnungsschnüffelei bei Ihren untergebenen Polizeibeamten!
Es war ein peinlich blamables Schmierentheater, das die Polit-Grünen am vergangenen Dienstag in Ratingen West aufgeführt haben. Wir hatten nach Ende der Corona-Restriktionen einige hochkarätige Veranstaltungen im Freizeithaus durchführen können ohne durch dissonante Geräuschkulisse und aufdringliche Unverschämtheiten belästigt zu werden. Aber diesmal wollten die Grünen einfach mal wieder Radau schlagen. Der Anlass: Wir hatten unseren Landtagsabgeordneten Dr. Harmut Beucker, Fraktionssprecher im Haushaltsausschuss des NRW-Parlamentes, nach Ratingen eingeladen. Wir hatten darüber berichtet. →Hier
Um es kurz zu machen: Alles in allem war es eine dürftige Performance, welche die Jünger von Habeck und Baerbock da vor der Tür abgeliefert haben. Denn im Gegensatz zu dem Krawall vor drei Jahren hatte die lokale Presse weder vorher noch nachher darüber berichtet. SPD und FDP, die samt ihrer Ratsfraktionen und Entourage sich damals noch zahlreich zum Stelldichein Seit an Seit mit grünen Radaubrüdern einfanden blieben diesmal lieber zu Hause. Lediglich die „intellektuell überforderten Omas gegen Rechts“ (Kubicki) sowie die Pimpfe leisteten treue Gefolgschaft.
Ach ja: Einige Mitbürger mit offensichtlicher Einwanderungsgeschichte befanden mitsamt ihrer vielköpfigen unmündigen Kinderschar im Schlepptau der Grünen. Was an Argumenten fehlte machten jene mit Kreischen und Gebrüll wett. Die waren richtig aufgekratzt: Hatten doch die Bündnisgrünen denen doch weisgemacht, daß unsereins alle Bürger mit Migrationshintergrund aus den Land jagen würde.
Während wir uns in 2020 noch durch einen Pulk von aggressiven Kapuzenpulliträgern vorbei den Weg zum Eingang bahnen mußten, war diesmal lediglich ein frech grinsender korpulenter Bursche besonders aufdringlich.Mitsamt umgehängten Pimpfplakat baute er sich mit seinem ausladenden Hinterteil vor dem Eingang auf. „Beweg Deinen …….“ rutschte es aus mir raus, als ich die Türkante etwas unsanft in Richtung seines Gesäßes aufdrückte. Sofort beklagte er sich weinerlich wegen dieser ungewohnten direkten Ansprache. Trotzdem: Alle unsere Gäste konnten den Pöbel unversehrt passieren und kamen wohlbehalten in den Vortragssaal. Wohl nicht zuletzt wegen der sichtbaren polizeilichen Präsenz. Die Besatzung eines Mannschaftswagens der Kreispolizei beobachtete das grün-bunte Treiben aus einiger Entfernung.
Die mitgebrachten Plakate und Schautafeln der angereisten Buntblödel boten meist nur das altbekannte abgedroschene Zeugs mit den langweiligen Rassismus-und Naziparolen. Kein Vergleich zu dem bayerischen Aufgebot, über das ich an früherer Stelle berichtet hatte. Lediglich zwei oder drei Artefakte waren wegen der naiven Malerei eines Blickes wert. Da hatte sich jemand tatsächlich ein klein wenig Mühe gegeben. Den grünen Ratsdamen, die feixend hinter den Büschen standen, dürften diese Werke entgangen sein.
Ich hatte es mir verkniffen irgendeine Person aus der grünen Gefolgschaft zum Vortrag des Abends einzuladen. Es ging nämlich hauptsächlich um die Finanzpolitik unseres Bundeslandes. Und das hätte die Grünschnäbel nun wirklich geistig überfordert.
Fazit: In Ratingen West erzielen wir traditionell die besten Wahlergebnisse. Der angereiste Mob wird mit dem Klamauk das seinige dazu beigetragen haben, dass die unbefangenen Betrachter der Szene sich mit ihrer Entscheidung für die AfD nur erst recht bestärkt fühlen.
Blaues Wasser sprudelte im Brunnen am Ratinger Marktplatz! Das war für einige Tage zu Ferienanfang der Aufreger schlechthin: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/brunnen-ratingen-blau-eingefaerbt-100.html Wer hat das was reingeschüttet und warum? Harmlos oder giftig? Die Stadt reagierte konsequent und richtig: Keine Zeit zu verlieren mit aufwändigen Analysen, deren Ergebnisse erst nach Tagen vorliegen würden. Weg mit dem Zeugs! Laut Pressebericht war die Dekontamination war aufwändig und kostete richtig viel Geld. Wieviel, das werden wir als Fraktion von der Stadt erfragen. Erst später stellte sich heraus, daß das Ganze ein Scherz gewesen sein sollte, angeblich nur eine harmlose Lebensmittelfarbe. Das veranlasste einen stadtbekannten umtriebigen Funktionär, über den wir schon früher gelegentlich berichtet hatten, das Ganze in einer Leserzuschrift an die RP als „Coole Aktion“ zu bezeichnen. Offenbar hatte der Mann, der üblicherweise einen roten Sowjetstern als persönliches Markenzeichen auf seiner Zipfelmütze mit sich herumträgt, einen diabolischen Gefallen an dem sinnentleerten, kostspieligen Unfug gefunden. Das veranlasste mich zu einem Brief an die Ratinger Lokalredaktion:
Blaues Brunnenwasser in Ratingen
Wir waren es nicht. Obwohl das sympathische Blau die dominierende Farbe in unserem Partei-Logo ist: Wir gehören definitiv nicht zu den Brunnenvergiftern dieses Landes.
Leserbriefschreiber Manfred E. bezeichnet die Einfärbung des Brunnenwassers als „coole Aktion“ und wirft der Stadt vor, mit dem Austausch des Wassers vorschnell gehandelt zu haben. Dieser Ansicht muss energisch widersprochen werden. Vielmehr hat die Stadt richtig und umsichtig reagiert. Denn zu dem Zeitpunkt war keinesfalls klar, welche Substanz da im Brunnenwasser sprudelt. Es hätte sich z.B. eine tödliche Cyanid-Verbindung oder auch um das ebenfalls hellblaue, leicht erhältliche Pestizid Kupfervitriol handeln können, das in Wikipedia wie folgt beschrieben wird; Zitat: „wirkt für den Menschen bei oraler Einnahme toxisch und kann zu blaugrünen Verätzungen der Schleimhäute, starkem Erbrechen, blutiger Diarrhoe, Schock, Hämolyse und Hämoglobinurie führen. Ein letaler Verlauf der Intoxikation ist möglich.“ Ob das dann immer noch unter der Überschrift „Coole Aktion“ gelaufen wäre?
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Dieser Merksatz sollte unabhängig von politischer Couleur, egal ob blau, schwarz, rot oder grün gelten. Somit auch für Kommunisten. Ob religiöse Fundamentalisten, Linksautonome oder Verzweiflungstäter der „Letzten Generation“: Es gibt inzwischen hierzulande genug Fanatiker, denen alles Mögliche zuzutrauen ist. Die Stadt Ratingen hat richtigerweise schnell und vorausschauend gehandelt indem sie ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung unverzüglich beseitigt hat. Hierfür gebührt ihr statt Spott und Häme aufrichtige Dankbarkeit und Anerkennung!
Diese Stellungnahme des AfD-Stadtverbandes wurde von der Zeitung nicht veröffentlicht.
es ist richtig, dass ich mit sechs Parteifreunden am Sonntag, dem 19.3.2023, auf der öffentlichen Fläche vor dem Ratinger Stadttheater von 17 bis 18 Uhr zugegen war. Tatsächlich handelte es sich um einen Informationsstand des AfD-Stadtverbandes Ratingen.
Konkreter Anlass war der Auftritt des Alleinunterhalters Lars Reichow an diesem Abend im Stadttheater. Herr Reichow hatte zuvor ein einer bundesweit ausgestrahlten Fernsehsendung die Abgeordneten unserer Bundestagsfraktion wörtlich als einen „Haufen ungehobelter Arschlöcher“ bezeichnet. Zudem hatte er die AfD bezichtigt, durch ausländische Geldquellen finanziert zu werden. Diese Aussagen hatte er an dem Theaterabend in Ratingen wortgleich wiederholt. – Einige Tage zuvor hatte Herr Reichow zudem in einem Interview von der AfD als „Restmülltonne für kaputte Juristen“ gesprochen.
Der Stadtverband der AfD plante zu diesem Zeitpunkt am 27. März eine Informationsveranstaltung mit dem Juristen und Bundestagsabgeordneten Fabian Jacobi. Unser Informationsstand diente dazu, die Theaterbesucher auf diese kostenlose Veranstaltung hinzuweisen um die Diffamierungen des Herrn Reichow zu widerlegen. Dazu wurde auch das Flugblatt mit der Einladung an die Passanten verteilt. Es liegt als Anlage zu diesem Schreiben bei.
Ich selbst hatte sowohl zur Bundestagswahl 2017 als auch zur Landtagswahl NRW 2022 kandidiert. Sämtliche damit entstandenen Wahlkampfkosten hatte ich nachweisbar selber aus eigenen Mitteln getragen. Durch die Unterstellung, die AfD würde durch ausländische Geldgeber gesponsert, fühle ich mich durch Herrn Reichow auch persönlich verunglimpft. Die Informationsveranstaltung diente auch dazu, diese politisch insinuierte Falschbehauptung gegen die Partei und gegen meine Person richtig zu stellen.
Beim Auftritt unserer Partei rund um einen Stehtisch am 19.3. handelte es sich um einen Informationsstand. Informationsstände von Parteien sind in Ratingen nicht genehmigungspflichtig. Dies hatte ich auch den Polizeibeamten erklärt, die uns um ca. 17:40 aufsuchten um unsere Personalien aufzunehmen. Durch das Erscheinen der Beamten wurden wir leider daran gehindert, weiterhin den Theaterbesuchern unser Flugblatt anzubieten.
Als Zeugen für die pauschale Genehmigung an die Parteien zur Durchführung von Informationsständen benenne ich den Bürgermeister von Ratingen, ersatzweise den zuständigen Beigeordneten, Herrn Harald F., ersatzweise den Leiter des Ordnungsamtes, Herrn Peter T. Die Genannten sind erreichbar über das Büro des Bürgermeisters, Minoritenstraße 2-4 in 40837 Ratingen.
Ich bin nun gespannt, wie es weitergeht. Ich werde berichten.
Wer nichts wird, wird Wirt, wem auch das nicht gelungen, der macht in Versicherungen. Hat er auch dafür kein Geschick, geht er in die Politik.
Diese Lebensweisheit ging mir bei der Lektüre des „Brandmauerinterviews“ des lokalen CDU-Fraktionschefs in der RP durch den Sinn. Ich weiß allerdings nicht, ob sich der befragte Herr am Anfang seiner Karriere auch als Gastwirt versucht hat. Denn zu den guten Gepflogenheiten gepflegter Gastlichkeit gehört es sich, seinen Gästen reinen Wein einzuschenken. Davon kann bei einer Partei, die das Attribut „Christdemokratisch“ fälschlicherweise als doppelten Etikettenschwindel immer noch vor sich herträgt nun wahrlich keine Rede mehr sein. Mauern mitten durch das Land? Das hatten wir schon mal. Auch die Ostberliner Machthaber vom Schlage Ulbricht, Honecker und Konsorten schmückten ihr Bauwerk mit den Titel „Antifaschistischer Schutzwall“. Eine dreiste Lüge zur Volksverdummung. Und heute? Dasselbe in Grün. Oder Schwarz. Oder Rot. Die virtuelle Brandmauer als neuer antifaschistischer Schutzwall. Und damals wie heute gibt es eifrige Mauerwächter. Auf Flüchtlinge, die die Mauer überwinden wollen, wird scharf geschossen. Allerdings nicht mehr wie damals mit echten Patronen, sondern mit Worten, Ausgrenzung, Diffamierung. Aber einigen gelingt doch die Flucht. Zum Beispiel: Erika Steinbach; ehemals Menschenrechtsbeauftragte der CDU-Bundestagsfraktion, heute AfD. Wir von der AfD mögen keine Mauerschützen. Aber jeder aus den Reihen von CDU, FDP oder auch SPD ist bei uns willkommen, sofern er oder sie noch eine saubere Weste vorzeigen können. Für die anderen gilt: Endstation der Karriere als Mauerwächter. Siehe oben.
Letztens: Ein besonders widerliches Zeitungscover vom Stern: HASS! Dazu großformatig das Porträt von Frau Weidel. Wie kommt sowas?
Wir beobachten derzeit amüsiert, wie mediale Meinungsmacher sich seit Wochen verzweifelt die Haare raufen. „Mein Gott, was haben wir nur falsch gemacht? Wir haben doch alles unternommen um die AfD klein zu kriegen! Und nun das genaue Gegenteil: Der Höhenflug der AfD! Die besten Umfragewerte aller Zeiten!“ So klagen und lamentieren allenthalben die selbsternannten Volkerzieher.
Mein Mitleid mit der Verzweiflung in den Redaktionsstuben hält sich indessen sehr in Grenzen. Liebe Journalisten, Redakteure, Talkshowmaster und Regieführer: Ihr habt Euch wirklich redlich bemüht. Erst wurde die ungeliebte Opposition übelst diffamiert und anschließend einfach ignoriert. Bloß keine Plattform für die AfD! Aber es hat nun mal nicht funktioniert. Immer weniger Menschen fallen herein auf das vom medialen Mainstream ständig gebetsmühlenhaft wiederholte dümmliche Nazi-Geschwurbel über die AfD. Dem links-grünen Mainstream entgleitet die Deutungshoheit. Das schmerzt.
Nun folgt ein Kehrschwenk in der Strategie. Plötzlich beschäftigt man sich wieder öffentlich mit der AfD und ihren Repräsentanten. Natürlich nicht im Sinne objektiver Information. Nein, irgendwie müssen die begriffsstutzigen Leute doch endlich alle kapieren, dass die AfD wirklich ganz furchtbar schlimm, böse und gemein ist.
Und so entstand denn auch die Stern-Ausgabe Nr. 27 vom 29.6. Als Aufmacher das Interview mit Frau Weidel. Bereits die Überschrift auf dem Titelblatt ist eine dreiste Lüge: „Was können Sie eigentlich außer Hass, Frau Weidel?“ Denn diese Frage wurde überhaupt nicht gestellt. Denn hätten die Stern-Reporter diese beleidigende Unterstellung im Interview von sich gegeben: Frau Weidel hätte die beiden Kerle achtkantig aus dem Büro geschmissen. Und zwar zu Recht. Besonders übel: „Hass“ ist besonders auffällig und groß in gotischer Schrift geschrieben, wie es noch in den dreißiger Jahren weit verbreitet war. Die Assoziation mit der NS-Herrschaft ist beabsichtigt.
Zugegeben: Die Illustrierte Stern gehört nicht zu meiner regelmäßigen Lektüre. Zu heruntergekommen ist das einstige Paradepferd des legendären Verlegers Henri Nannen. Der würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sähe, auf welches Niveau das Blatt inzwischen gesunken ist. Nichtsdestotrotz: Die Aufmachung machte mich neugierig: Wie geht der Stern jetzt mit Frau Weidel um?
Um es kurz zu machen: Der Inhalt hält nicht, was die Aufmachung verspricht. Ein verbittertes Reporterduo trifft auf eine gut gelaunte, fröhlich und entspannt wirkende Weidel. Trotz provakanter Unterstellungen reagiert die Parteivorsitzende überaus freundlich und geschickt. Ein paar Kostproben der journalistischer Absonderungen: „- es muß furchtbar sein, so zu leben wie Sie – Sie fühlen sich permanent von dunklen Mächten umgeben – Sie beschwören…um den Menschen Angst zu machen – Stirb langsam würde gut zu Ihrem Programm passen“ usw. usw. Trotzdem: Frau Weidel antwortet sachlich und verbindlich, die Herren beißen sich schlichtweg die Zähne an ihr aus.
Quelle: Stern
Fazit: Das Interview ist den Sterne-Machern gründlich danebengegangen. Für den, der das liest: Eine durchweg positive Werbung für die AfD und ein schöner persönlicher Erfolg für Alice Weidel.
Was übrig bleibt ist die gehässige Aufmachung des Titelblattes. Diese wird natürlich von vielen Passanten an den Zeitschriftenauslagen wahrgenommen und soll meinungsbildend wirken. Und genau das ist ja die Absicht: Die AfD soll unmöglich gemacht werden. Da lassen Stern und Gleichgesinnte nicht locker.
Hass? Genau umgekehrt wird ein Schuh daraus. Denn der giftige Hass der Links-Grünen in den Studios und Redaktionsstuben ist gegen die AfD gerichtet. – Wenn ich meine eigene Befindlichkeit benennen sollte gegenüber den politischen und journalistischen Meinungsmachern, welche wider besseres Wissen immer wieder gegen die Opposition geifern, Blödsinn verbreiten und Hass säen: Verachtung, weiter nichts.
Heißt natürlich NO2. Dieter Nuhr in Ratingen. Drei volle Tage, Freitag, Samstag, Sonntag. Jeweils ausverkauftes, volles Haus in der Stadthalle, insgesamt über dreitausend zahlende Zuschauer. Aber: Kein Sterbenswörtchen dazu in der Rheinischen Post. Die hatte schon vor Wochen ein Problem mit ihm, hier: https://wordpress.com/post/rheinischeprawdaleserbriefe.wordpress.com/639
Warum wohl? Nun ja, in seinem Ratinger Heimspiel lässt Dieter Nuhr eben kein gutes Haar an den Polit-Grünen. Das passt der woken Community (Haltung!) in den Redaktionsstuben der RP natürlich überhaupt nicht. Schwebte doch letztens Vizekanzler Habeck, begleitet von Leibfotographen, wie eine himmlische Erscheinung in Düsseldorf ein. Die Huldigung mit über einhundert Fotos nahm ultrabreiten Raum in der Berichterstattung der RP ein.
Dieter Nuhr sei Dank, dass er einen fast in Vergessenheit geratenen Schandfleck auf der grünen Weste wieder ans Licht brachte: Die Stickoxid-Kampagne. Erinnern wir uns: Die Grünen und ihre Adepten in Verwaltung, Parteien, Regierung und EU-Kommission verteidigten vor Jahren verbissen die völlig überdrehten Grenzwerte für Stickoxid. Ziel der Kampagne: Kampf dem Diesel. Damals wurde es den organisierten Lungenärzten irgendwann zu bunt: In einem offenen Brief erklärte ihr langjähriger Präsident Professor Dieter Köhler für alle sinngemäß, noch nie einen Stickoxidtoten in all seinen Praxisjahren gesehen zu haben. Über hundert Ärzte unterzeichneten damals das Papier. Die Grünen und ihre Verbündeten tobten.
Dann begann das übliche Schema, mit dem in diesem Lande abweichende Meinungen bekämpft werden: Kesseltreiben gegen die Personen. Alle Unterzeichner wurden einzeln von einem Grünen-Politiker schriftlich und ultimativ aufgefordert zu widerrufen. Dem angesehenen Professor unterstellte man allenthalben Demenz. Die Kampagne zeigte Wirkung: Institutionen, die von staatlichen Geldern leben und somit auf das Wohlwollen der regierenden Politiker angewiesen sind, distanzierten sich. Die Unterzeichner aber blieben standhaft. Ich persönlich habe damals versucht, die Stimmen der Vernunft zu unterstützen: https://briefe-von-bernd.blog/2016/03/05/die-gute-seite-der-stickoxide/ und mehrmals in Korrespondenzen auf die umfangreichste Meta-Studie dieser Art aus den USA verwiesen: https://www.epa.gov/isa/integrated-science-assessment-isa-oxides-nitrogen-health-criteria (Für die Grünschnäbel: Viel Spaß beim Lesen der über tausend Seiten!) Irgendwann war die Kampagne abgeebbt. Aber sie hatte das Ziel erreicht: Im allgemeinen Bewusstsein galt der Diesel fortan als giftige Dreckschleuder. Gut, dass Dieter Nuhr jetzt wiederdaran erinnerte.
„Es gibt kein saubereres Verkehrsmittel als einen mit vier Personen besetzten Diesel-PKW, der gerade mal 4,5 Liter auf hundert Fahrkilometern verbraucht. In der Eisenbahn hingegen müssen pro Passagier eineinhalb Tonnen Stahl bewegt werden.“ So original nach Dieter Nuhr zitiert.
Der in Ratingen heimisch gewordene gehört nach eigenem Bekenntnis zu den Gründungsmitgliedern der Grünen. Das kommt einem so vor, als würden sich Claudia Roth und Robert Habeck dazu bekennen, gemeinsam unter Absingen verbotener Lieder in der Wehrsportgruppe Hoffmann aktiv gewesen zu sein. Einfach unglaublich.
Alle, die Dieter Nuhr hier am Wochenende in Ratingen begeistert Beifall klatschten, müssten konsequenterweise beim nächsten Mal ihr Kreuz bei der AfD machen. Lassen wir uns überraschen.
Es stand in der Rheinischen Post: Die „Omas gegen Rechts“ demonstrieren am 25. März auf dem Marktplatz in Ratingen gegen Rassismus. Das machte mich neugierig. Denn üblicherweise taucht dieses betagte Damenkränzchen nur auf, wenn wir von der AfD in der Nähe sind. Dann heften sie sich wie Kletten an uns. Also klemme ich mir das Plakat „Wir stehen an Deiner Seite“ unter den Arm und mache mich auf den Weg um Flagge zu zeigen. Am Marktplatz die erste Überraschung: Es fehlt die berüchtigte „Bluna-Connection“. Üblicherweise sind diese Radikalinskis mit den linken Omas geradezu symbiotisch verbandelt. Kaum, dass mich die Omas erkennen fangen sie schon an zu zicken. „Gehen Sie da weg, weg, weg!“ keifen Sie mich an. Ich antworte freundlich und jovial: „Aber Ihr rückt uns doch auch immer auf den Pelz, wenn wir hier sind?“ und zeige dabei das extra mitgebrachte Plakat. Es nützt nichts. Die Omas wollen nichts von mir wissen und drehen mir einfach unhöflich den Rücken zu. Schlechte Manieren und obendrein unbelehrbar. Dabei hatte ich doch mit meinem Merkzettel schon vor Monaten alles Erdenkliche versucht, um diese fehlgeleiteten betagten Frauen wieder auf den rechten Pfad zurückzubringen. Es bringt nichts. Und so widme ich mich nach geraumer Zeit lieber dem jungen Mann am Stand von Amnesty International. Ich stelle mich vor und wir kommen schnell ins Gespräch. Amnesty kämpft für die Rechte von Inhaftierten, deren einziges Vergehen darin besteht, anderer Meinung zu sein als die Doktrin der jeweiligen Regierungen. Eine gute Sache, die man unterstützen sollte. Aber wo gibt denn noch Rassismus in Deutschland? Mein Gegenüber antwortet nicht direkt, sondern drückt mir eine Broschüre in die Hand. Ich blättere kurz durch auf der Suche nach rassistischen Symptomen in unserer Gesellschaft. Aha, man soll die Leute nicht mehr nach ihrer Herkunft fragen. Das sei rassistisch. Ebenfalls rassistisch: Die Bezeichnung „Rassefrau“ oder „Rasseweib“ oder auch nur das anerkennende Kompliment: „Die hat Rasse!“. Ich denke an früher. Rassefrauen, von denen wir träumten; das waren für uns Wesen wie von einem anderen Stern, unerreichbar für uns Jungspunde. Gina Lollobrigida, Claudia Cardinale, Catherine Deneuve, Brigitte Bardot. Ich blicke links rüber zu den Omas. Nein, bei denen handelt es sich bestimmt nicht um Rassefrauen. Weder jetzt noch in ferner Vergangenheit. – Aber schon erstaunlich, was heutzutage so alles unter „Rassismus“ abgehandelt wird. Die Rassefrauen sind jetzt also auch den Antirassismus zum Opfer gefallen. – Mal sehen, ob die „Omas gegen Rechts“ am Samstag wieder unsere Nähe suchen. Eines ist sicher: Von mir bekommen sie kein rassistisches Kompliment.
Fanatiker und Aktivisten haben nun mal keinen Sinn für Humor. Deswegen: Schnappatmung bei Mainstreamjournalisten; rasende Wut bei Multikultiaktivisten; zutiefst empörte Schlagzeilen in der Presse. Kein Aprilscherz: In Düsseldorf wurde allen Ernstes ein arabisches Straßenschild überklebt: Ausgerechnet mit Karl Martell! Der Hammer! Inzwischen ermittelt sogar der Staatsschutz.
Der Frevel
Besonders pikant: Die freche Straßenschildüberklebung fand im maghrebinischen Viertel Düsseldorfs statt, das sich mit seinen vorwiegend aus Marokko eingereisten Zuwanderern einen besonderen Ruf erarbeitet hat. Hier ein paar Beispiele:
Zu meiner Schulzeit kannte jedes Kind Karl Martell: Der fränkische Sieger im Jahr 732 über die Araber in der Doppelschlacht bei Tour und Poitiers. Karl Martell war der Großvater von Karl dem Großen. Rückblick: In den hundert Jahren zuvor hatten die Krieger des Propheten von Mekka aus ganz Nordafrika im Sturmlauf erobert; waren nach Spanien eingedrungen und hatten 711 in der Schlacht von Jerez de la Frontera das dort herrschende Westgotenreich zertrümmert. Gerade mal einundzwanzig Jahre später stand die arabische Streitmacht im Herzen des heutigen Frankreichs. Karl rettete das christliche Abendland vor der vollständigen militärischen Eroberung durch die Moslems; sehr zum Bedauern heutiger Islamversteher. – Dieses geschichtliche Grundwissen scheinen allerdings die Reporter der RP, WAZ, NRZ und der üblichen Verdächtigen ihrem Lesepublikum nicht mehr zuzutrauen. Das alltägliche Schema: Die Mainstreamjournalisten halten ihre Konsumenten gemeinhin für dümmer als sie selber. Diese Haltung (Haltungsjournalismus!) ist substantiell für das Selbstverständnis heutiger Berufsschreiberlinge, die sich schon vor Jahrzehnten vom einstigen Ethos des neutralen Berichterstatters entfernt haben hin zum belehrenden Volkserzieher. Eines gelingt dieser Zunft aber nicht ganz: Karl Martell posthum zum braunen Nazi zu erklären. Die Zeitspanne von über tausend Jahren ist doch zu groß zum Überkleistern Aber immerhin titelt die Bild-Zeitung: Der fränkische Heerführer Martell (gestorben 741) gilt in rechtsextremen Kreisen als Idol. Na also! Dabei gibt es z.B. in Nürnberg bereits eine Karl-Martell-Straße.:
Nun hat das Ganze eine besondere Note: Hält sich doch der einstige NRW-Ministerpräsident und gescheiterte CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet für einen Nachfahren Karls des Großen. Und damit wäre der Laschet Arminius eben auch ein Nachkömmling von Karl Martell:
Karl Martells Nachfahre beim Versuch der Thronbesteigung
Eigentlich könnte der Armin doch stolz sein auf die Ehrung seines siegreichen Ahnen! Aber: Die neue Straßenbezeichnung währte nur einige Stunden, dann sorgten städtische Bedienstete wieder für die erneute Sichtbarkeit der arabischen Schrift. Eine Glosse am Rande: So mancher Reporter lamentierte, daß es doch schon seit Jahren in Düsseldorf eine japanische Straßenbeschilderung gäbe. Warum es denn die Leute damit keine Probleme hätten? Den rätselnden Journalisten kann man auf die Sprünge helfen: Japaner lassen sich bei uns nichts zuschulden kommen: Keine massenhaften sexuellen Übergriffe In Silvesternächten, keine Taschendiebstähle, keine Clankriminalität, keine Antänzer, kein Drogenhandel… irgendwie langweilig, diese Japaner.